Alliana und Cartes signalisieren Einigkeit in der Colorado-Partei, lassen Präsidentschaftsticket für 2028 aber offen

Pedro Alliana und Horacio Cartes bekräftigten die Einigkeit der Colorado-Partei und stellten die Kommunalwahlen am 4. Oktober in den Vordergrund. Die Entscheidung über das Präsidentschaftsticket für 2028 ist weiterhin offen.

Alliana und Cartes signalisieren Einigkeit in der Colorado-Partei, lassen Präsidentschaftsticket für 2028 aber offen

Vizepräsident Pedro Alliana und Ex-Präsident Horacio Cartes trafen sich am 25. September und veröffentlichten eine Botschaft der Einigkeit in der Colorado-Partei. Zugleich gibt es weiterhin Meinungsverschiedenheiten über die Bildung des Präsidentschaftstickets für 2028. Alliana erklärte, beide wollten den Bedürfnissen der Bevölkerung in den Bereichen Gesundheit, Medikamente, Wohnraum und Bildung Vorrang geben. Als nächste Ziele nannte er die Kommunalwahlen am 4. Oktober und den landesweiten Urnengang 2028.

Die öffentliche Erklärung ließ offen, ob eine Einigung über die Auswahl des künftigen Vizepräsidentschaftskandidaten erzielt wurde. Die Diskussion zwischen Alliana und Cartes hatte Meinungsverschiedenheiten über den Handlungsspielraum des Vizepräsidenten bei dieser Entscheidung offengelegt; die Zusammensetzung des Tickets ist weiterhin ungeklärt. Das Treffen signalisierte somit den Versuch, die Einigkeit innerhalb von Honor Colorado wiederherzustellen, einer von Cartes geführten Bewegung innerhalb der Colorado-Partei (Asociación Nacional Republicana, ANR), bestätigte aber keine Lösung des Konflikts.

Die Kommunalwahlen am 4. Oktober sind der unmittelbar bevorstehende Wahltermin, den Alliana nannte. Die nach dem Treffen veröffentlichte Botschaft verknüpft den lokalen Wahlkampf mit den politischen Aussichten für 2028, enthält jedoch keine konkreten Maßnahmen oder Zusagen zur Erfüllung der genannten sozialen Bedürfnisse.

Das Treffen fand statt, während Alliana vorübergehend das Präsidentenamt ausübte und Präsident Santiago Peña zu Aktivitäten im Zusammenhang mit der Generalversammlung der Vereinten Nationen in den Vereinigten Staaten reiste. Peña nahm in New York auch diplomatische Termine wahr: Gemeinsam mit den Präsidenten Rodrigo Paz aus Bolivien und José Raúl Mulino aus Panama traf er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamín Netanyahu. Als Thema wurde die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich und die Annäherung zwischen Israel und lateinamerikanischen Ländern genannt; die vorliegenden Informationen enthalten keine Einzelheiten zu vereinbarten Abkommen.

Im Rahmen desselben Terminkalenders in New York sprach Außenminister Rubén Ramírez Lezcano mit Vertretern der Vereinigten Arabischen Emirate, Ungarns und Singapurs über Zusammenarbeit und Handel. Mit der ungarischen Außenministerin Anita Orbán wurde die Ausrichtung der zweiten Runde politischer Konsultationen in Asunción erörtert. Bei den Gesprächen mit Singapur und den Emiraten ging es den vorliegenden Angaben zufolge darum, Möglichkeiten zur Ausweitung der wirtschaftlichen und bilateralen Beziehungen auszuloten.

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Quellen (12)

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