Die Nationalstraße PY04 „General José Eduvigis Díaz“, die Hauptverkehrsader zwischen dem Departamento Ñeembucú und San Ignacio in Misiones, weist einen fortgeschrittenen Verfallszustand auf, der Fahrer, Transportunternehmen und Anwohner der Region beunruhigt. Die riesigen Schlaglöcher, die sich entlang der Straße vervielfachen, insbesondere zwischen den Kilometern 65, 70, 74 und 80, verwandeln die Strecke in eine ständige Gefahr für diejenigen, die täglich auf der Straße unterwegs sein müssen.
Besonders kritisch ist die Situation an den Brückenköpfen, wo die tiefen Schlaglöcher die Fahrer zu abrupten Manövern zwingen, um Unfälle oder mechanische Schäden zu vermeiden. An Regentagen verschärft sich das Problem, da viele Schlaglöcher mit Wasser bedeckt und für Autofahrer praktisch unsichtbar werden.
Nutzer der Straße beklagen die mangelnde Wartung und hinterfragen das Ausbleiben konkreter Reaktionen des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC). Vor Wochen hatte der Leiter des Distrikts Nr. 12 des MOPC, Pedro Cantero, Reparaturarbeiten mit Asphaltbelag und die Ankunft von Fachkräften aus der Ortschaft La Paz im Departamento Itapúa angekündigt, doch bislang wurden die Arbeiten nicht ausgeführt.
Transportunternehmen geben an, dass das Befahren der PY04 zu einer täglichen Odyssee geworden sei, insbesondere für große Lastwagen, die Container zu den Häfen von Pilar transportieren. Hinzu kommt der intensive Verkehr von Schwerlastfahrzeugen, die Reisgetreide aus den Produktionsgebieten von Villa Oliva und Villa Franca in die Departamentos Misiones und Itapúa befördern.
Fahrer berichten, dass die Schlaglöcher nicht nur Schäden an Reifen, Federung und Vorderachse der Fahrzeuge verursachen, sondern auch ein permanentes Risiko von Frontalzusammenstößen darstellen, da viele Autofahrer auf die Gegenfahrbahn ausweichen müssen, um den Schlaglöchern auszuweichen. Anwohner der Region bedauern, dass die Straße nach dem Ende des Wartungsvertrags im Rahmen eines Rehabilitations- und Wartungsvertrags (CREMA) mit der Firma Topografía y Caminos SA (T&C SA) praktisch aufgegeben wurde. Seitdem hat sich der Verfall ohne nachhaltige Eingriffe der nationalen Behörden rasch verschlimmert.
Die Beschwerden verstärken sich, da die PY04 einen strategischen Korridor für den Gütertransport, die Produktionstätigkeit und die Verbindung mehrerer Gemeinden im Süden des Landes darstellt. In der Zwischenzeit fordern die Nutzer weiterhin ein dringendes Eingreifen, bevor sich auf einer Straße, die täglich mehr Zeichen des Verfalls zeigt, eine Tragödie ereignet.