Die Streitkräfte Brasiliens haben einen umfangreichen Truppenaufmarsch an der Grenze zu Paraguay begonnen. Die Aktion mit dem Namen "Operação Ágata" (Operation Agathe) zielt darauf ab, die Kontrollen zu verstärken und Aktivitäten transnationaler krimineller Organisationen zu bekämpfen.
Laut brasilianischen Behörden soll der Einsatz Verbrechen wie Schmuggel, Waffenhandel und Drogenhandel im Grenzgebiet verhindern und unterbinden. Das Einsatzgebiet umfasst den Grenzabschnitt, der auf paraguayischer Seite von Saltos del Guairá bis Presidente Franco reicht.
Der Militäreinsatz umfasst Einheiten des Heeres, der Marine und der Luftwaffe Brasiliens sowie anderer Sicherheitsbehörden. Für die Arbeiten werden Flugzeuge, gepanzerte Fahrzeuge, Boote und Panzer eingesetzt, die terrestrische, fluviale und luftgestützte Patrouillen durchführen.
Die verstärkte Militärpräsenz erfolgt vor dem Hintergrund jüngster diplomatischer Spannungen nach Äußerungen des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zum Tripel-Allianz-Krieg, die in Paraguay auf Kritik stießen. Die brasilianischen Behörden betonen jedoch, dass die Operation ausschließlich aus Sicherheitsgründen motiviert ist.
