Ein Strafgericht in Capitán Bado verurteilte César Javier Portillo wegen vorsätzlichen Totschlags an dem Eigentümer der Estancia, auf der er als Vorarbeiter arbeitete, zu 18 Jahren Haft. Die Tat ereignete sich am 4. Oktober 2023 in der Kolonie Aguará Veve im Departamento Amambay.
Der Anklage zufolge, die von Staatsanwältin Sara Bonzi von der Strafabteilung Capitán Bado geführt wurde, griff Portillo das Opfer auf dem eigenen landwirtschaftlichen Anwesen an. Das Mordmotiv war wirtschaftlicher Natur: Der Vorarbeiter verlangte Auskunft über den Verbleib eines großen Geldbetrags, der aus dem kürzlichen Verkauf von Vieh stammte. Als der Chef sich weigerte, den Ort preiszugeben, tötete Portillo ihn.
Das Gericht würdigte die Schwere der Tat und hob den Vertrauensmissbrauch hervor, da der Verurteilte eine verantwortungsvolle Position auf der Estancia innehatte. Die während der mündlichen Verhandlung vorgelegten Beweise wurden als ausreichend erachtet, um die Hypothese der Staatsanwaltschaft zu bestätigen.