Techniker des paraguayischen Sozialversicherungsinstituts (IPS) trafen sich am Montag mit Abgeordneten, um mögliche Reformen des Gesetzentwurfs zur Erklärung des Notstands in der Institution zu diskutieren. Das IPS kämpft mit Medikamentenengpässen und Milliardenschulden. Eine der diskutierten Alternativen ist die Ausgabe von Schuldverschreibungen durch das IPS selbst, um die finanzielle Lage zu entspannen.
Der Abgeordnete César Cerini, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, erklärte, dass die Ausgabe von Anleihen es dem IPS ermöglichen würde, kurzfristige Verpflichtungen mit niedrigeren Zinskosten und längeren Fristen zu erfüllen. Derzeit beläuft sich die Schuld der Behörde bei Pharmafirmen auf 384 Millionen US-Dollar.
Ein weiterer Vorschlag in der Prüfung ist die "Schuldabtretung", bei der Dritte die Forderungen der Medikamentenlieferanten aufkaufen würden, um später vom Staat ausgezahlt zu werden. Unterdessen schlagen Rentnerverbände vor, dass die Regierung Staatsanleihen ausgibt, um die 800 Millionen US-Dollar zu begleichen, die sie seit 2015 dem IPS schuldet.
Der Notstandsgesetzentwurf wurde im Mai ohne vorherige Debatte im Abgeordnetenhaus verabschiedet, was Kritik an seiner Wirksamkeit auslöste. Nun fungieren Abgeordnete als Vermittler, um Änderungen im Senat vorzuschlagen, da sie den ursprünglichen Text nicht mehr direkt ändern können.
