Der Direktor für Investitionen des Instituto de Previsión Social (IPS), Hugo Díaz, hat öffentlich eingeräumt, dass die Ueno Bank, die mit der Grupo Vázquez SAE verbunden ist – deren Vorsitzender Federico Miguel Vázquez ist, ein ehemaliger Geschäftspartner von Präsident Santiago Peña –, die gesetzlichen Grenzen für die Konzentration von Rentenfonds überschreitet, die durch das Gesetz Nr. 7235/2023 erlaubt sind, welches die Superintendencia de Jubilaciones y Pensiones (Aufsichtsbehörde für Renten und Pensionen) geschaffen hat.
Während einer Sitzung des Verwaltungsrates des IPS erklärte Díaz, die Bank sei aufgrund der Sichteinlagen "in Basispunkten überschritten", verteidigte aber, dass diese Beträge "keine Investitionen" seien, da sie keine Laufzeit, keinen Zinssatz hätten und verfügbar seien. Das Gesetz legt fest, dass die Anlage bei einer einzelnen Finanzinstitution 10 % des gesamten Portfolios des IPS nicht überschreiten darf.
Nach Angaben des IPS selbst vom April dieses Jahres beträgt das Gesamtportfolio 20,1 Billionen Guaraníes, wobei die maximale Grenze pro Bank bei etwa 2,01 Billionen Guaraníes liegt. Die Ueno Bank hält jedoch 2,15 Billionen Guaraníes des IPS, was fast 11 % des Gesamtbetrags ausmacht und einen Überschuss von etwa 140 Milliarden Guaraníes darstellt.
Der Oppositionssenator Rafael Filizzola von der Partido Democrático Progresista bezeichnete die Begründung von Díaz als "absolut lächerlich" und forderte die Staatsanwaltschaft auf, eine Untersuchung einzuleiten. Er wies darauf hin, dass die Ueno Bank vor drei Jahren noch ein kleines Finanzinstitut war und nach dem Amtsantritt von Peña begann, erhebliche öffentliche Mittel zu konzentrieren, die im November 2024 über 1 Billion Guaraníes an Sichteinlagen erreichten.
Im Gegensatz dazu bestritt Präsident Santiago Peña, dass gesetzliche Grenzen verletzt worden seien, und erklärte, die Diskussion drehe sich um die Auslegung, ob die Grenzen pro Instrumententyp oder pro Einrichtung gelten. Er verteidigte die Solidität des paraguayischen Finanzsystems und kritisierte die Veröffentlichung des Falls scharf, indem er sie als nahe an "Finanzterrorismus" bezeichnete, da sie unbegründete Angst bei den Beitragszahlern erzeuge.
