Der Rückgang des Dollars treibt Fahrzeugimporte in Paraguay an und bringt Werkstätten an ihre Belastungsgrenze

Der um 24 % gegenüber dem Guarani gefallene Dollar im Jahresverlauf hat die Fahrzeugimporte in Paraguay im ersten Quartal um 31,7 % angekurbelt, wobei der Absatz insbesondere von SUVs um mehr als 19 % zunahm. Die Kapazitäten der Vertragswerkstätten sind jedoch an ihre Grenzen gestoßen, was die Händler dazu veranlasst hat, in Infrastruktur und Ersatzteile zu investieren.

Der paraguayische Automarkt befindet sich in einer Phase starken Wachstums, angetrieben durch den deutlichen Rückgang des Dollars gegenüber dem Guarani. Im ersten Quartal stiegen die Fahrzeugimporte um 31,7 Prozent, während die Verkäufe um mehr als 19 Prozent zulegten – getrieben von Verbrauchern, die die gestiegene Kaufkraft der Landeswährung nutzen wollen.

Der Dollar schloss die letzte Woche bei 6.000 Guarani, dem niedrigsten Stand seit fast einem Jahrzehnt. Im Jahresverlauf hat die US-Währung 24 Prozent ihres Wertes gegenüber dem Guarani eingebüßt, der in diesem Zeitraum die am stärksten aufgewertete lateinamerikanische Währung war. Da die Preise und Finanzierungsverträge für Neuwagen in Dollar kalkuliert werden, senkt die Aufwertung des Guarani unmittelbar die tatsächlichen Kosten für Raten und Barzahlungen.

Dieses Umfeld begünstigte insbesondere das SUV-Segment, das bereits 60 Prozent der ins Land importierten leichten Fahrzeuge ausmacht. Familien legen zunehmend Wert auf Vielseitigkeit, Sicherheit und Wiederverkaufswert, was die Marktführerschaft von Marken wie Toyota, Kia und Chevrolet festigt.

Für die Mitgliedsunternehmen der Cámara de Distribuidores de Automotores y Maquinarias (CADAM) brachte das rasante Wachstum logistische Herausforderungen mit sich. Der Anstieg der Verkäufe um 19,3 Prozent belastet die operativen Margen und erfordert schnellere Lagerzyklen, um Engpässe zu vermeiden. Der größte Engpass liegt jedoch im After-Sales-Bereich: Die Zunahme des Fahrzeugbestands hat die Kapazitäten der Vertragswerkstätten ausgelastet, und die Händler investieren nun verstärkt in Infrastruktur, den Import von Ersatzteilen und die Weiterbildung von Fachpersonal, um die Kundenbindung zu sichern.

Quellen (1)

Aktualisiert: 02.06.2026, 10:35