Am vergangenen Wochenende hat die Gendarmería Nacional Argentina einen großen Lkw abgefangen, der an einer Tankstelle in Villa Nueva in der Provinz Córdoba zurückgelassen worden war. Das Fahrzeug transportierte etwa 1.100 Liter einer Flüssigkeit, bei der es sich vermutlich um Ecstasy oder Ketamin handelt, beides verbotene synthetische Drogen. Die Ladung soll über den Grenzübergang Paso San Ignacio de Loyola aus Paraguay nach Argentinien gelangt sein.
Die argentinischen Behörden wurden auf die Bewegung des Lkw aufmerksam gemacht, der offiziell 27.990 Kilogramm Sonnenblumenmehl als Fracht geladen hatte und dessen endgültiges Ziel der internationale Grenzübergang Cristo Redentor in der Provinz Mendoza war. Während der Ermittlungen gerieten die Drogenhändler ins Visier der Gendarmerie, was sie dazu veranlasste, das Fahrzeug in Villa Nueva zurückzulassen.
Bei der Auffindung des Lkws stellten die Beamten fest, dass einer der Kraftstofftanks nicht mit dem Motor verbunden war. Die Untersuchung ergab, dass sich in dem Tank kein Kraftstoff befand, und erste Tests bestätigten, dass es sich um Ecstasy oder Ketamin handelte. Proben wurden zur Bestätigung an forensische Labore geschickt.
Die argentinischen Behörden betonten, dass Ecstasy vor allem bei jungen Menschen, insbesondere in Nachtlokalen, sehr verbreitet ist. In den letzten Monaten gab es im Land mehrere Beschlagnahmungen synthetischer Drogen, viele davon aus Paraguay stammend. In einem früheren Fall wurde am 28. März ein weißer Scania-Lkw, gesteuert von Joel Rolando Román Ávalos, 40 Jahre alt und aus dem Departamento Presidente Hayes, in Buenos Aires abgefangen. Er transportierte etwa 400 Liter Ketamin, die in einem Kraftstofftank versteckt waren.