Die Elektronische Identität Paraguays hat die Marke von 1,5 Millionen Nutzern überschritten und sich als wichtigstes Instrument für den Zugang zu digitalen öffentlichen Diensten im Land etabliert. Das vom Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologien (MITIC) verwaltete System zählt bereits 1.501.616 registrierte Personen, was rund 30 % der über 18-Jährigen entspricht, die berechtigt sind, die Funktion zu nutzen.
Über die Elektronische Identität können die Bürger mehr als 480 Vorgänge vollständig online über das Portal Paraguay erledigen, eine Plattform, die die wichtigsten digitalen staatlichen Dienste bündelt. Die Nutzung wird von der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen dominiert, die 56 % der Nutzer ausmacht. Die Gruppe der 55- bis 65-Jährigen hingegen stellt nur 7 % der Gesamtzahl und verdeutlicht eine Generationenlücke bei der Nutzung des Instruments.
Das MITIC weist darauf hin, dass die Elektronische Identität ebenso wie physische Dokumente Schutz erfordert. Das Ministerium empfiehlt den Nutzern, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) per E-Mail und SMS zu aktivieren, die über das Portal paraguay.gov.py verfügbar ist, als wesentliche Maßnahme, um unberechtigte Zugriffe zu verhindern und die digitale Sicherheit der Konten zu gewährleisten.
Die Einführung der Elektronischen Identität ist Teil einer Strategie zur umfassenden Digitalisierung der paraguayischen Regierung, die darauf abzielt, Prozesse zu optimieren, Wartezeiten zu verkürzen und die Transparenz in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen. In der Praxis ist die Funktion unverzichtbar geworden für die Beschaffung persönlicher Dokumente, die Abwicklung administrativer Vorgänge und die Stärkung der Beziehung zwischen Staat und Bürgern, mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Alltag junger Menschen und Gemeinschaften, die in der Digitalisierung einen Weg zur Inklusion sehen.