Die Staatsanwaltschaft fordert Präsident Peña auf, mitzuteilen, ob er die millionenschwere Vereinbarung des Instituto de Previsión Social (IPS) autorisiert hat

Die Staatsanwaltschaft hat Präsident Santiago Peña aufgefordert, mitzuteilen, ob er einen millionenschweren außergerichtlichen Vergleich des Instituto de Previsión Social (IPS) genehmigt hat. Dies geht aus Angaben des ehemaligen juristischen Direktors der Behörde, José González Maldonado, hervor, der wegen Vertrauensbruchs untersucht wird.

Die Staatsanwaltschaft fordert Präsident Peña auf, mitzuteilen, ob er die millionenschwere Vereinbarung des Instituto de Previsión Social (IPS) autorisiert hat
KI-generierte Illustration.

Die Staatsanwaltschaft hat formell bei Präsident Santiago Peña angefragt, ob er von einem außergerichtlichen Millionenabkommen mit dem paraguayischen Sozialversicherungsinstitut Instituto de Previsión Social (IPS) wusste und dieses genehmigte. Der Antrag wurde von Staatsanwalt Christian Benítez von der Spezialabteilung für Wirtschaftsdelikte und Korruptionsbekämpfung Nr. 6 im Rahmen der Ermittlungen gegen den ehemaligen Justizdirektor der Behörde, José "José'i" González Maldonado, gestellt.

González Maldonado wird wegen Untreue und unrechtmäßiger Bereicherung untersucht, nachdem er Honorare in Höhe von etwa 412,5 Millionen Guaranís für die Vermittlung einer Vereinbarung zwischen dem IPS und dem Consorcio Hotelero Sudamericano SA, vertreten durch Jorge López Moreira, erhalten hatte. Die Transaktion, bei der eine Schuld von 7,5 Milliarden Guaranís mit einem Aufschlag von 5 % für die Honorarzahlung beglichen wurde, belief sich auf insgesamt 7.912.500.000 Guaranís.

In einem Protokoll des Verwaltungsrates des IPS räumte der ehemalige Justizdirektor ein, mit der direkten Zustimmung von Präsident Peña gehandelt zu haben, um die Vereinbarung umzusetzen. Nach dem Skandal kam ans Licht, dass González Maldonado die Beträge nach eigenem Ermessen an andere Juristen verteilte, ohne die Aufteilung dem Rechnungshof detailliert offenzulegen, und reichte daraufhin seinen Rücktritt von der Position ein.

Die Ermittlungen, die bereits ein mögliches Netzwerk aus Korruption und Vorteilsnahme prüfen, zielen nun darauf ab, die Beteiligung der höchsten Ebene der Exekutive aufzuklären. Die Anfrage von Staatsanwalt Benítez fordert den Präsidenten auf, zu bestätigen, ob er von dem geschlossenen außergerichtlichen Abkommen wusste und diesem zugestimmt hat.

Quellen (1)

Aktualisiert: 10.07.2026, 01:31