Die Zentralbank von Paraguay (BCP) hat in ihrem Finanzstabilitätsbericht (IEF) vom Mai 2026 mitgeteilt, dass das Gesamtkreditvolumen im Land bis März im Vorjahresvergleich um 17,1 % gestiegen ist, was auf eine anhaltende Dynamik im Finanzsektor hinweist. Jazmín Quiñónez, Leiterin der Abteilung für Finanzstabilität der BCP, betonte, dass die Kredite an private Haushalte die stärkste Expansion verzeichneten, hauptsächlich durch den Konsum getrieben.
Auch die Unternehmenskredite zeigten ein Wachstum, gestützt durch Darlehen für die Dienstleistungs-, Landwirtschafts-, Großhandels- und Industriesektoren. Bei Betrachtung nach Währung wiesen die Kredite in Fremdwährung ein Wachstum von 21,4 % im Vorjahresvergleich auf, während die Kredite in Landeswährung um 13,9 % zunahmen, angetrieben durch Konsum, Dienstleistungen, Großhandel und Wohnungsbau.
Konkret verzeichneten die Kredite an private Haushalte einen Anstieg von 24,7 % im Vorjahresvergleich, während die Unternehmenskredite um 16,4 % wuchsen. Dieses positive Ergebnis erfolgt im Kontext guter Wirtschaftsaktivität und Beschäftigung, mit seit dem letzten Bericht sinkenden Zinssätzen für Konsumkredite sowie einem Prozess der stärkeren finanziellen Inklusion, Faktoren, die zur größeren Dynamik der Kredite an private Haushalte beigetragen haben, erklärte Quiñónez.
Die Gesamtausfallquote des Finanzsystems lag bis März bei 2,5 %, wobei Rückstellungen das Kreditrisiko vollständig abdecken. Die günstigen Wachstumsaussichten für 2026 stützen die Erwartungen eines angemessenen Tilgungsverhaltens bei den Darlehen.