Drei Mitarbeiter der Copaco in Paraguay festgenommen – 300 Meter Kabel entwendet

Drei Mitarbeiter der paraguayischen Telekommunikationsgesellschaft Copaco wurden in Mariano Roque Alonso festgenommen, weil sie etwa 300 Meter unterirdischer Kabel im Wert von bis zu 35 Millionen Guaraníes ohne Genehmigung entwendet haben sollen. Das Material wurde sichergestellt, und die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Drei Mitarbeiter der Copaco in Paraguay festgenommen – 300 Meter Kabel entwendet

Drei Mitarbeiter der Compañía Paraguaya de Comunicaciones (Copaco), des paraguayischen Telekommunikationsunternehmens, wurden am Mittwochabend, dem 16. September, in Mariano Roque Alonso festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, etwa 300 Meter unterirdisches Kabel des Unternehmens ohne Genehmigung entwendet zu haben.

Der Polizeieinsatz erfolgte gegen 21:20 Uhr auf dem Gelände der Copaco zwischen den Straßen Boquerón und Nanawa. Die Nationale Polizei erhielt einen Hinweis von der Rechtsberaterin Johanna Mongelós, die Fotos und Videos erhalten hatte, die Mitarbeiter beim Entfernen des Materials in der Gegend von Mariscal Estigarribia und Fernando Galeano zeigten.

Die Ortung eines Firmenfahrzeugs per GPS bestätigte dessen Anwesenheit am gemeldeten Standort. Nachdem der Verantwortliche für das Gebiet angewiesen worden war, zur Dienststelle zurückzukehren, trafen die Beamten dort auf die drei Männer und einen Rollen mit 800-paarigem unterirdischem Multiconnector-Kabel mit Kupferadern. Das Material wurde sichergestellt.

Die Festgenommenen wurden als Alcides Martínez Colmán (53), Vicente Omar Benega Jiménez (38) und Diego Rafael Núñez Bogarín (43) identifiziert. Die Polizei teilte mit, dass keiner der Männer vorbestraft sei. Zudem wurde ein Mazda BT-50 Pick-up, Baujahr 2018, beschlagnahmt, der auf Martínez Colmán zugelassen ist.

Der Leiter des Bereichs Netz- und Kundenbetrieb bestätigte, dass es keine Arbeitsanweisung für die Kabelentfernung gab. In einem Gespräch mit dem Sender Radio 1000 erklärte Mongelós, es habe keine Kundenbeschwerden, Unterbrechungsmeldungen oder Diebstahlsanzeigen gegeben, die den Einsatz gerechtfertigt hätten. Die Mitarbeiter hätten zunächst behauptet, aufgrund wiederholter Diebstähle in der Gegend gehandelt zu haben.

Die Rechtsberaterin schätzte den Wert des Materials auf 30 bis 35 Millionen Guaraníes, wies jedoch darauf hin, dass der tatsächliche Schaden höher ausfallen könnte, da die Kabel Teil der Infrastruktur für mehrere Kunden seien. Die technischen und kaufmännischen Abteilungen der Copaco prüfen das Ausmaß des Schadens und mögliche Auswirkungen auf die Wiederherstellung des Dienstes. Ein Teil des Materials – etwa 25 bis 30 Meter – sei in der Zentrale von Mariano Roque Alonso verblieben, wo es versiegelt und unter Aufsicht gestellt wurde.

Kommissar Pedro Espínola von der 10. Zentralen Polizeidienststelle in Mariano Roque Alonso teilte mit, dass die drei Männer keine Aussagen bei der Polizei gemacht hätten. Sie wurden der Staatsanwaltschaft überstellt, und Staatsanwalt Ítalo Rienzi von der Strafkammer Nr. 2 der Staatsanwaltschaft Mariano Roque Alonso ordnete an, die Verdächtigen vorläufig in Polizeigewahrsam zu behalten.

Die Ermittlungen sollen klären, wer die Kabelentfernung angeordnet hat, wohin das Material gebracht werden sollte und ob ein Versuch der Unterschlagung von Firmeneigentum vorlag. Die Festnahmen sind vorläufig, und die strafrechtliche Verantwortung der Beteiligten ist noch nicht geklärt.

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Quellen (3)

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