Redaktionelles Dossier
Ministerio Publico
Das Ministerio Público ist die paraguayische Staatsanwaltschaft. Es leitet strafrechtliche Ermittlungen, erhebt Anklage und tritt häufig in Meldungen zu Korruption, organisierter Kriminalität und öffentlichen Verfahren auf.
Neueste relevante Berichte
Der brasilianische Unternehmer Luciano Pampado Casquel, der in Paraguay auch als Luciano Pereira Castelo bekannt ist, ist nach einem paraguayischen Haftbefehl zur Auslieferung an Brasilien untergetaucht. Dort wird er wegen Mordes gesucht, nachdem er in Asunción mit einer Pistole einen Lkw-Fahrer bedroht hatte.
Der Anwalt Lalo Gómez (Eulalio Gómez Batista) erklärte gegenüber El Observador Radio TV, dass politische Einflussnahme direkte Auswirkungen auf Gerichtsentscheidungen in Coronel Oviedo und im Departamento Caaguazú habe und zu einer mangelhaften Justizverwaltung führe. Zudem behauptete er, die Freimaurerei übe einen noch größeren Einfluss auf Gerichte, Amtsgerichte, den Obersten Gerichtshof und die Staatsanwaltschaft Paraguays aus – ein Vorwurf, den bereits Minister Manuel Ramírez Candia erhoben habe, als er noch Superintendent der örtlichen Justizverwaltung war.
Miguel Ángel Robles Ibarra hat sich der Nationalpolizei Paraguays gestellt, um eine zehnjährige Haftstrafe wegen Veruntreuung von 5,1 Milliarden Guaraní aus dem Haushalt der Zentralprovinz anzutreten. Sein ehemaliger Vorgesetzter Hugo Javier sitzt bereits wegen desselben Falls im Gefängnis.
Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Direktor der paraguayischen Drogenbekämpfungsbehörde (Senad), Mauro Ruiz Díaz, und seine Ex-Ehefrau Andrea Karina Martí wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Bereicherung und Geldwäsche angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, rund 2,8 Milliarden Guaraní ohne nachweisbare Herkunft bewegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Sperrung von Konten und Vermögenswerten. Ruiz Díaz steht zudem im Zusammenhang mit mutmaßlichen Informationslecks im Fall *A Ultranza PY* unter Untersuchung, ohne dass es bisher zu einer Verurteilung gekommen ist.
Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Bürgermeister von Ciudad del Este, Miguel Prieto, sowie Sebastián Martínez Insfrán und die Stadträtin Valeria Romero wegen einer mutmaßlichen Verletzung von Vermögenspflichten bei der Verwendung von Mitteln des Regionalkrankenhauses angeklagt. Sie beantragte die Eröffnung eines öffentlichen Strafverfahrens; darüber muss zunächst eine Voranhörung entscheiden.
Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte in zwei Apotheken in Ciudad del Este Produkte mit dem Wirkstoff Tirzepatid der Marken „TG“, „Tirzec“ und „Lipoless“, die im Verdacht stehen, gefälscht zu sein. Die Echtheit wird noch durch eine forensische Untersuchung bestätigt.
Die Senad beschlagnahmte in Pedro Juan Caballero 30 FAL-Gewehre des Kalibers 7,62 mm, die unter Lebensmitteln in einem Pick-up versteckt waren, und nahm zwei Brüder fest, die verdächtigt werden, den Transport der Waffen nach Brasilien vorbereitet zu haben. Gleichzeitig fordert die paraguayische Waffenbranche eine Überprüfung der Verfahren und Einfuhrgenehmigungen.
Die Staatsanwaltschaft führt bei Copaco eine IT-forensische Untersuchung durch, um die mutmaßliche Umleitung von mehr als 1,1 Milliarden Guaraníes über fingierte Zahlungen an die Stadtverwaltung von Asunción und Überweisungen auf Privatkonten zu untersuchen.