Die Cámara de Centros Comerciales del Paraguay (CCCPy) verzeichnete in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 ein Wachstum der Branchenumsätze von 7 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz dieses positiven Ergebnisses warnte die Organisation vor einer Verlangsamung des Expansionstempos im Vergleich zur Entwicklung zwischen 2024 und 2025, was auf eine geringere Dynamik im Markt hindeutet.
Andrés Kemper, Präsident der CCCPy, betonte, dass dies der erste Bericht sei, der die Performance nach Teilsektoren unter den 26 dem Verband angeschlossenen Einkaufszentren aufschlüsselt. Den Daten zufolge waren Supermärkte und der Gastronomiebereich die Haupttreiber des Wachstums, wobei alle Bereiche – einschließlich Unterhaltung, Kinos, Casinos und Technikgeschäfte – eine Expansion verzeichneten. Die Brancheninformationen wurden mit Daten des Zahlungsabwicklers Bancard abgeglichen.
Der Verbandschef nannte zwei exogene Faktoren als Ursache für den Rückgang der Verkaufsdynamik. Der erste ist der erhebliche Einbruch im Konsum argentinischer Käufer, die historisch gesehen hohe Ausgaben im Land tätigten. Schätzungen zufolge sind die Einkäufe von Besuchern aus Argentinien zu Beginn dieses Jahres um etwa 25 % zurückgegangen.
Der zweite entscheidende Faktor war der Einfluss des Wechselkurses. Kemper erklärte, dass zwar viele Produkte in den Geschäften in US-Dollar preisausgezeichnet seien, die Zahlungen jedoch in Guarani erfolgten. Durch die Abwertung der US-Währung liege der umgerechnete Wert der Verkäufe etwa 25 % unter dem Niveau des Vorjahres, was die Steigerung des durchschnittlichen Transaktionswerts und des gesamten Geschäftsvolumens erschwere.
Angesichts dieser Lage stufte die Branchenführung die jüngste Währungsvolatilität als plötzlichen, außerhalb der direkten Kontrolle der Händler liegenden Effekt ein. Die Einschätzung lautet, dass sowohl Auf- als auch Abwertungen der Fremdwährung handhabbar sind, solange sie nicht – wie in den letzten Monaten geschehen – abrupt erfolgen.