Präsident Santiago Peña kündigte eine Erhöhung des paraguayischen Mindestlohns um 5 % an, was das Doppelte der in den letzten 12 Monaten angesammelten Inflation von 2,4 % beträgt. Der Mindestlohn steigt damit von G. 2.899.048 auf etwa G. 3.044.000, nachdem der Nationale Mindestlohnrat (Conasam) keinen Konsens zwischen den Gewerkschaften, die 20 % bis 22 % forderten, und dem Unternehmenssektor, der eine an die Inflation gebundene Anpassung befürwortete, erzielen konnte.
Consejo Nacional de Salarios Mínimos
Pytagua-Berichterstattung zu Consejo Nacional de Salarios Mínimos.
Arbeitnehmer fordern eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Paraguay um 20 %, während Unternehmer eine Anpassung um 2,4 % auf Basis des Verbraucherpreisindex der Zentralbank von Paraguay befürworten. Die endgültige Entscheidung liegt nach der für diesen Mittwoch geplanten sechsten Sitzung des Conasam beim Präsidenten Santiago Peña.
Die Verhandlungen über den Mindestlohn in Paraguay liegen weiterhin auf Eis, nachdem die Arbeitnehmerseite ihre Forderung nach einer Erhöhung um 20 Prozent bekräftigt hat und der Unternehmenssektor sich weigert, ein Gegenangebot zu unterbreiten, bevor das Banco Central del Paraguay die Inflationsdaten veröffentlicht.
Vertreter von Arbeitnehmern, Unternehmen und dem Arbeitsministerium konnten sich in der Sendung Políticamente Yncorrecto nicht auf die Berechnung der jährlichen Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns (SML) einigen. Ministerin Mónica Recalde plädierte für die Berücksichtigung mehrerer Variablen, während die Unión Industrial Paraguaya (UIP) und die Arbeitnehmer auf spezifischen gesetzlichen Kriterien bestanden.
Der Nationale Mindestlohnrat (Conasam) steckt in einer Pattsituation bezüglich der Mindestlohnanpassung fest, wobei Arbeitgeber auf einer strikten Anwendung des auf dem VPI basierenden Gesetzes bestehen und Arbeitnehmer eine Erhöhung um 22 % fordern. Die Regierung erwägt eine Modernisierung des Warenkorbs, während Gewerkschaften der Zentralbank vorwerfen, die Inflation zu beschönigen.