Paraguay plädiert dafür, dass die Gebühr für die Wasserstraße Paraguay-Paraná, derzeit etwa 1,30 US-Dollar pro Tonne, mit der neuen Konzession stabil bleibt oder sinkt, um den Außenhandel des Landes zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit des Flusskorridors zu erhalten.
Hidrovía Paraná-Paraguay
Pytagua-Berichterstattung zu Hidrovía Paraná-Paraguay.
Paraguay und Argentinien machen Fortschritte bei der Festlegung der Bedingungen für die Konzession der Arbeiten zur Baggerung, Signalgebung und technologischen Modernisierung der Hidrovía Paraná-Paraguay. Dabei ist vorgesehen, dass ausschließlich paraguayische Unternehmen an den Konsortien beteiligt sind, um eine 24-Stunden-Schifffahrt zu gewährleisten, die Betriebstiefe des Flusses Paraná zu erhöhen und die Logistikkosten zu senken.
Paraguayische Reedereien fordern eine Senkung der Mautgebühren auf der Wasserstraße Paraná-Paraguay, die derzeit bei rund 1,30 US-Dollar pro Netto-Registertonne liegen. Sie bemängeln, dass die Höhe der Gebühren nicht begründet sei und die Wartungsleistungen mangelhaft seien. Unterdessen schreitet die argentinische Regierung bei der Vorvergabe der neuen Konzession für den argentinischen Abschnitt der Wasserstraße an das Konsortium aus dem belgischen Unternehmen Jan De Nul und der argentinischen Firma Servimagnus voraus. Der Vertrag soll eine Laufzeit von 30 Jahren umfassen.
Die Regierung von Javier Milei hat die technische Vorqualifizierung von zwei internationalen Konsortien für den Betrieb der Wasserstraße der Flüsse Paraná und Paraguay genehmigt, obwohl die Staatsanwaltschaft für Verwaltungsuntersuchungen auf „schwerwiegende und offensichtliche Unregelmäßigkeiten“ im Verfahren hingewiesen hatte.
Zwei belgische multinationale Konzerne, Jan De Nul und DEME, streiten um die 25-jährige Konzession der Wasserstraße Paraná-Paraguay, einer Route, über die 80 % der argentinischen Exporte abgewickelt werden und die auch Brasilien, Bolivien, Uruguay und Paraguay bedient. Die endgültige Entscheidung hängt von den wirtschaftlichen Angeboten ab, während die argentinische Staatsanwaltschaft für Verwaltungsuntersuchungen Unregelmäßigkeiten im Verfahren feststellt.