Paraguay plant in Carmelo Peralta ein Werk für Stickstoffdünger, das zunächst mit Erdgas aus Argentiniens Vaca-Muerta-Region und später mit Gas aus dem paraguayischen Chaco betrieben werden soll. Ziel ist vor allem die Versorgung der brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul über die Biozeanische Route und die Paraná-Paraguay-Wasserstraße.
Hidrovía Paraná-Paraguay
Pytagua-Berichterstattung zu Hidrovía Paraná-Paraguay.
Der paraguayische Privatsektor warnt, dass die Maut auf dem argentinischen Abschnitt der Wasserstraße Paraná-Paraguay die Gewinnspanne landwirtschaftlicher Exporte übersteigen könnte, was die Regierung veranlasst, eine diplomatische Lösung mit Argentinien zu suchen.
Ein Experte berichtet, dass monatlich etwa tausend Flüge mit Kokain auf illegalen Landebahnen in Paraguay landen, vor allem in der zentralen Region, die vom Fluss Paraguay durchzogen wird. Von dort wird die Droge über die Paraguay-Paraná-Wasserstraße nach Europa oder auf dem Landweg nach Brasilien und Argentinien geschmuggelt. Diese Operationen werden durch Bestechung und mangelnde staatliche Kontrollen erleichtert.
Paraguay plädiert dafür, dass die Gebühr für die Wasserstraße Paraguay-Paraná, derzeit etwa 1,30 US-Dollar pro Tonne, mit der neuen Konzession stabil bleibt oder sinkt, um den Außenhandel des Landes zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit des Flusskorridors zu erhalten.
Paraguay und Argentinien machen Fortschritte bei der Festlegung der Bedingungen für die Konzession der Arbeiten zur Baggerung, Signalgebung und technologischen Modernisierung der Hidrovía Paraná-Paraguay. Dabei ist vorgesehen, dass ausschließlich paraguayische Unternehmen an den Konsortien beteiligt sind, um eine 24-Stunden-Schifffahrt zu gewährleisten, die Betriebstiefe des Flusses Paraná zu erhöhen und die Logistikkosten zu senken.
Paraguayische Reedereien fordern eine Senkung der Mautgebühren auf der Wasserstraße Paraná-Paraguay, die derzeit bei rund 1,30 US-Dollar pro Netto-Registertonne liegen. Sie bemängeln, dass die Höhe der Gebühren nicht begründet sei und die Wartungsleistungen mangelhaft seien. Unterdessen schreitet die argentinische Regierung bei der Vorvergabe der neuen Konzession für den argentinischen Abschnitt der Wasserstraße an das Konsortium aus dem belgischen Unternehmen Jan De Nul und der argentinischen Firma Servimagnus voraus. Der Vertrag soll eine Laufzeit von 30 Jahren umfassen.