Paraguay und Argentinien machen Fortschritte bei der Festlegung der Bedingungen für die zukünftige Konzession der Arbeiten zur Ausbaggerung, Signalgebung und technologischen Modernisierung der Hidrovía Paraná-Paraguay, eines strategischen Projekts, das als die größte Wasserstraße der Region und wichtigste Exportroute Paraguays gilt.
Die Behörden beider Länder arbeiten an einer bilateralen Agenda mit dem Ziel, eine 24-Stunden-Schifffahrt zu gewährleisten, die Betriebstiefe des Flusses Paraná zu erhöhen und die logistischen Kosten des Gütertransports zu senken. Ein zentraler Verhandlungspunkt ist die exklusive Beteiligung paraguayischer Unternehmen an den Konsortien, die für die operative Konzession und die Infrastrukturarbeiten gebildet werden sollen. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass Investitionen, Ingenieurleistungen und wirtschaftliche Vorteile des Projekts im Land verbleiben.
Die Initiative wurde bereits von den zuständigen Institutionen beider Seiten der Grenze technisch bestätigt. In den kommenden Tagen ist eine offizielle Mission nach Buenos Aires geplant, um die technischen Vereinbarungen und die Ausschreibungsunterlagen für die zukünftige Vergabe zu finalisieren. Nach Abschluss der Verhandlungen soll die Vereinbarung dem paraguayischen Kongress zur Ratifizierung durch ein Gesetz vorgelegt werden.
„Über die Hidrovía Paraná-Paraguay werden jährlich die größten Mengen unseres Außenhandels transportiert. Eine sichere 24-Stunden-Schifffahrt zu gewährleisten und die Betriebstiefe des Flusses Paraná zu erhöhen, wird eine sofortige Senkung der logistischen Kosten im Südlichen Kegel bewirken", erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten der Abgeordnetenkammer, Carlos Núñez Salinas.
An den Verhandlungen nehmen neben dem Abgeordneten auch Außenminister Rubén Ramírez Lezcano und der paraguayische Delegierte bei der gemischten paraguayisch-argentinischen Kommission für den Fluss Paraná, Martín Augusto González Guggiari, teil. Es wird geschätzt, dass die Arbeiten mehr als 5.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze in den Bereichen Binnenschifffahrt, Bauwesen und Hafeninfrastruktur schaffen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des Außenhandels des Landes steigern werden.
