Die Produzenten in Alto Paraná blicken optimistisch auf die Möglichkeit einer Rekord-Maisernte in der laufenden Saison, doch das Endergebnis hängt von einer entscheidenden klimatischen Bedingung ab: dass es bis Mitte Juni nicht zu Frost kommt.
Der Anbau, der in dem Departement mehr als 400.000 Hektar umfasst, zeigt bislang eine gesunde Entwicklung ohne Anzeichen von Schädlingen oder schwerwiegenden Problemen, nachdem ein von Wassermangel geprägter Zyklusbeginn überstanden wurde.
Der Ingenieur Rubén Sanabria von der Landwirtschaftlichen Koordinationsstelle Alto Paraná erklärte, die Lage sei weitgehend günstig. „Wir verzeichnen eine gute Entwicklung und können einen Exportrekord erreichen. Es gibt keinerlei Schädlinge, alles ist günstig und wir haben sehr gutes Saatgut“, sagte er.
Die Erwartung ist, sowohl die Binnennachfrage – mit Vermarktung zur Schweine- und Rindermast – als auch den Außenmarkt zu bedienen, insbesondere Brasilien, einen der größten regionalen Abnehmer des paraguayischen Getreides.
Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind die internationalen Maispreise aufgrund des geringeren saisonalen Angebots, der klimatischen Sorgen in Brasilien und der Anbauschwierigkeiten in einigen Gebieten der Vereinigten Staaten gestiegen. Die Nachfrage nach Ethanol und der erleichterte Zugang zu Düngemitteln gaben den Preisen zusätzlichen Auftrieb, was die Aussicht auf ein Rekordexportvolumen für Paraguay untermauert.