Ex-Direktor der paraguayischen Drogenbekämpfungsbehörde und Ex-Ehefrau wegen Bewegung von 2,8 Milliarden Guaraní ohne nachweisbare Herkunft angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Direktor der paraguayischen Drogenbekämpfungsbehörde (Senad), Mauro Ruiz Díaz, und seine Ex-Ehefrau Andrea Karina Martí wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Bereicherung und Geldwäsche angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, rund 2,8 Milliarden Guaraní ohne nachweisbare Herkunft bewegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Sperrung von Konten und Vermögenswerten. Ruiz Díaz steht zudem im Zusammenhang mit mutmaßlichen Informationslecks im Fall *A Ultranza PY* unter Untersuchung, ohne dass es bisher zu einer Verurteilung gekommen ist.

Ex-Direktor der paraguayischen Drogenbekämpfungsbehörde und Ex-Ehefrau wegen Bewegung von 2,8 Milliarden Guaraní ohne nachweisbare Herkunft angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Direktor für technische Aufklärung der paraguayischen Drogenbekämpfungsbehörde (Senad), Mauro Antonio Ruiz Díaz Vallejos, und seine Ex-Ehefrau Andrea Karina Martí wegen des Verdachts der unrechtmäßigen Bereicherung und Geldwäsche angeklagt. Laut der Anklage der Staatsanwältin Belinda Bobadilla haben die beiden zwischen Januar 2015 und Dezember 2025 rund 2.802.515.608 Guaraní bewegt, deren Herkunft nicht nachgewiesen werden kann.

Der angegebene Betrag stehe laut Anklage nicht im Einklang mit den Gehältern, Boni, Weihnachtsgeld oder anderen deklarierten Einkommensquellen der Beschuldigten gegenüber der Steuerbehörde. Beide hätten als wirtschaftliche Tätigkeit ausschließlich „persönliche Dienstleistungen für den öffentlichen Sektor“ angegeben. Ruiz Díaz wird zudem die Herstellung nicht authentischer Dokumente vorgeworfen.

Von der untersuchten Gesamtsumme entfallen 1.617.997.445 Guaraní auf gemeinsame Anschaffungen, 825.960.400 Guaraní auf Transaktionen, die ausschließlich Ruiz Díaz zugeschrieben werden, und 358.557.763 Guaraní auf Vorgänge, die allein Martí betreffen. Die Ermittlungen ergaben, dass ein Teil der Käufe nach 2021 getätigt wurde – ohne Kredite oder Finanzierungen und trotz der bereits im Dezember 2021 erfolgten Auflösung der Gütergemeinschaft des Paares. Die Scheidung wurde im Mai 2022 rechtskräftig.

Die in der Anklage genannten Daten umfassen steigende Guthaben auf den Gehaltskonten bei der staatlichen Entwicklungsbank Banco Nacional de Fomento. Das Konto von Ruiz Díaz wies im Dezember 2023 ein Guthaben von 313.770.339 Guaraní auf, während sein durchschnittliches Nettogehalt in diesem Jahr bei 13.389.896 Guaraní lag. Martí verfügte im selben Zeitraum über 182.631.349 Guaraní auf ihrem Gehaltskonto, bei einem durchschnittlichen Nettogehalt von 11.904.610 Guaraní. Ruiz Díaz hatte zudem 112.623.985 Guaraní bei der Genossenschaftsbank Cooperativa Universitaria angespart.

Zu den genannten Vermögenswerten gehören ein Volvo XC60 T8 im Wert von 85.000 US-Dollar, Immobilien in Villa Elisa sowie Einlagen und Finanztransaktionen. Die Staatsanwaltschaft beantragte beim auf Wirtschaftsdelikte spezialisierten Richter Humberto Otazú die Sperrung von Konten, Einlagen und sonstigen Vermögenswerten sowie die Beschlagnahme von Eigentum, das Verbot von Verkäufen oder Änderungen der Eigentumsregister und die vorläufige Sicherstellung von Fahrzeugen.

Der Vermögensfall kommt zu den Vorwürfen hinzu, die bereits im Januar 2025 zur Absetzung von Ruiz Díaz als Senad-Direktor geführt hatten. Ihm wurde vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Fall *A Ultranza PY* – einer Untersuchung eines Drogenhandelsnetzwerks – als mögliche Quelle für die Weitergabe sensibler Informationen gedient und Verbindungen zu Miguel Ángel Insfrán, bekannt als „Tío Rico“, unterhalten zu haben. Diese Vorwürfe sind Teil früherer Ermittlungen und stellen keine Verurteilung dar. Auch die aktuelle Anklage bedeutet keine Schuldfeststellung: Die Vorwürfe müssen noch gerichtlich geprüft werden.

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Quellen (6)

Aktualisiert: 10.09.2026, 01:00