Frauen stellen 16 Prozent der Bürgermeisterkandidaturen in Paraguay 2026

Bei den Kommunalwahlen in Paraguay 2026 entfallen 16 Prozent der Kandidaturen für das Amt des Bürgermeisters auf Frauen – ein Anstieg von 3,1 Prozentpunkten gegenüber 2021. In den Stadträten liegt ihr Anteil bei 32 Prozent. Das Oberste Wahlgericht (TSJE) fördert mit Schulungen die politische Teilhabe von Frauen.

Frauen stellen 16 Prozent der Bürgermeisterkandidaturen in Paraguay 2026

Bei den Kommunalwahlen in Paraguay 2026 entfallen 16 Prozent der Kandidaturen für das Amt des Bürgermeisters auf Frauen, gegenüber 12,9 Prozent im Jahr 2021. Der Anstieg beträgt 3,1 Prozentpunkte; auf Männer entfallen weiterhin 84 Prozent der Kandidaturen für dieses kommunale Spitzenamt.

Die Daten stammen aus einem Bericht der Abteilung für Geschlechterpolitik des Obersten Wahlgerichts (TSJE), der paraguayischen Wahlbehörde, und wurden anhand von Informationen der Abteilung für Informationstechnologie und Kommunikation (TIC) erstellt. Die Wahlen finden am 4. Oktober statt.

Bei den Kandidaturen für die Stadträte – sowohl für Haupt- als auch für Ersatzmandate – liegt der Frauenanteil bei 32 Prozent, gegenüber 31,7 Prozent im Jahr 2021. Der Zuwachs beträgt in diesem Bereich somit lediglich 0,3 Prozentpunkte; auf Männer entfallen 68 Prozent der Bewerbungen.

Der Vergleich zeigt die Präsenz von Frauen und Männern bei den lokalen Wahlen und macht die Unterschiede zwischen den Ämtern sichtbar. Bei den Kandidaturen für das Bürgermeisteramt ist der Zuwachs deutlicher, doch Frauen bleiben im kommunalen Spitzenamt unterrepräsentiert. Ihre Vertretung ist relevant, weil Bürgermeister und Stadträte an der Festlegung lokaler Prioritäten und öffentlicher Maßnahmen beteiligt sind; die Unterschiede zwischen den Anteilen verdeutlichen zudem eine geschlechtsspezifische Lücke beim Zugang zu kommunalen Entscheidungsräumen.

Um diesen Anteil zu erhöhen, führt die Abteilung für Geschlechterpolitik des TSJE Schulungs- und Begleitprogramme für Kandidatinnen durch. Dazu gehört die „Schule für politische Bildung für Frauen in Führungspositionen“, die in 16 Durchgängen in verschiedenen Departamentos und der Hauptstadt bereits mehr als 700 Teilnehmerinnen ausgebildet hat. Einige ehemalige Teilnehmerinnen übernahmen später gewählte Ämter.

Für die Kommunalwahlen 2026 gibt es zudem ein spezielles Schulungsprogramm für Kandidatinnen sowie Vorträge, Seminare, Workshops und Podiumsdiskussionen zur Förderung weiblicher Führungskräfte. Das Wahlgericht betont, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, die Repräsentationslücken in den kommunalen Entscheidungsgremien zu verringern.

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Quellen (3)

Aktualisiert: 27.08.2026, 00:19