Eine gemeinsame Antidrogenoperation von Paraguay und Brasilien hat zur Zerstörung von über 436 Tonnen Marihuana im Osten Paraguays geführt. Die unter dem Namen „Operation Neue Allianz 57“ durchgeführte Aktion umfasste die Nationale Antidrogenbehörde (Senad), das Kommando für Innere Verteidigungsoperationen (CODI), die brasilianische Bundespolizei und die paraguayische Luftwaffe.
Die seit sechs Tagen laufenden Einsätze konzentrierten sich auf die Naturschutzgebiete Bosque Mbaracayú und Morombí im Departamento Canindeyú sowie auf Caaguazú. Laut den Behörden wurden 24 geheime Lagerstätten ausgehoben und zwischen 145 und 175 Hektar Marihuanaplantagen vernichtet. Neben den noch auf den Feldern befindlichen Pflanzen wurden auch 1.170 Kilogramm bereits verarbeitetes und verkaufsfertiges Marihuana zerstört.
Die Senad teilte mit, dass der finanzielle Schaden für die kriminellen Organisationen auf über 65 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Hauptabnehmer der Droge war der brasilianische Markt. Die Behörde betonte, dass die Operation neben der Bekämpfung des Drogenhandels auch dem Schutz der Naturgebiete diene, die durch Abholzung und Umweltzerstörung infolge der illegalen Anbauflächen gefährdet sind.
Die Boden- und Luftoperationen dauern an, wobei in den kommenden Tagen eine Verstärkung der Maßnahmen im Naturschutzgebiet Morombí geplant ist. Die aktuelle Operation folgt auf die „Neue Allianz 56“, die vor einigen Wochen in Amambay durchgeführt wurde und zur Beschlagnahmung von 498 Tonnen Marihuana führte.
