Händler des Mercado de Abasto prangern Korruption und Unsicherheit an und drohen mit Protesten

Händler des Großmarkts Mercado de Abasto in Asunción beklagen das Fortbestehen von Korruption, Erpressung und schwerwiegenden Sicherheitsproblemen und drohen mit Protesten, falls fünf beschuldigte Mitarbeiter nicht suspendiert werden.

Händler des Mercado de Abasto prangern Korruption und Unsicherheit an und drohen mit Protesten
KI-generierte Illustration.

Händler und Importeure des städtischen Großmarkts Mercado de Abasto in Asunción beklagen, dass eine Struktur aus Korruption und Erpressung am Ort weiterhin aktiv ist, obwohl die Leitung vor zwei Monaten ausgetauscht wurde. Im Mai hatte der Bürgermeister Luis Bello Ricardo Téllez für den Posten ernannt und damit Carlos García ersetzt, der nach Anzeigen der Markthändler selbst von seinem Amt entfernt worden war.

Laut der Präsidentin des Verbands der Obst- und Gemüseimporteure und -händler (ASICOFRU), Karen Leguizamón, gehen fünf Mitarbeiter aus dem Betriebsbereich weiterhin über den Markt, um „coimas“ (Bestechungsgelder) einzutreiben. Sie behauptet, dass die Mitarbeiter gegen diese irreguläre Zahlung informellen Händlern erlauben, sich in der Umgebung des Gebäudes niederzulassen, um Produkte zu niedrigeren Preisen anzubieten, was unlauteren Wettbewerb schafft. „Sie wissen, dass diese fünf der Krebs des Mercado de Abasto sind“, erklärte Leguizamón.

Neben der Korruption ist die Unsicherheit ein weiteres ernstes Problem. Der Maisproduzent Pablo Hermosa berichtete, dass dem Markt fremde Personen außerhalb der Geschäftszeiten in den Ort gelangen. Am vergangenen Samstag soll es im Maissektor zu einem Tötungsdelikt gekommen sein, bei dem eine Auseinandersetzung mit einer erstochenen Person endete, die mit einem Entkörnungsmesser attackiert wurde. Leguizamón kritisierte die Verwaltung dafür, keine klaren Informationen zu dem Fall zu liefern.

Angesichts der Untätigkeit der Stadtverwaltung haben die Markthändler ein formelles Gesuch um Intervention an den Minister für Industrie und Handel, Marco Riquelme, geschickt. Sie vermuten zudem, dass die bewusste Vernachlässigung des Marktes Teil eines Plans ist, seine Verwaltung an private Investoren zu übergeben.

Die Händler haben ein Ultimatum gestellt: Sie fordern die sofortige Entlassung und Entfernung der fünf beschuldigten Mitarbeiter. Andernfalls kündigten sie an, Proteste auf den Straßen abzuhalten.

Quellen (2)

Aktualisiert: 28.07.2026, 01:30