Haftanstalt in Paraná fängt Paket mit Sprengstoff ab und ermittelt zu Dynamit-Herstellung

Justizbeamte stellten in der Haftanstalt Minga Guazú ein Paket mit explosionsverdächtigen Substanzen sicher. Dies löste Ermittlungen zu einer möglichen Dynamit-Produktion aus. Unabhängig davon wurde in Pedro Juan Caballero ein Fahrer erschossen.

Haftanstalt in Paraná fängt Paket mit Sprengstoff ab und ermittelt zu Dynamit-Herstellung

Bei einer Routinekontrolle im Sozialen Reintegrationszentrum Minga Guazú im Departamento Alto Paraná wurde am Freitagmorgen ein Paket mit doppeltem Boden abgefangen, das möglicherweise explosive Substanzen enthielt. Das Objekt wurde gegen 08:10 Uhr entdeckt, als eine Frau es als Sendung für einen Häftling des Moduls 1 Alta abgeben wollte.

Der Sicherheitsscanner zeigte eine strukturelle Auffälligkeit am Behälter. Beim Öffnen fanden Justizbeamte ein verstecktes Fach mit etwa 30 Gramm eines tonfarbenen Pulvers mit schwarzen Punkten sowie rund 100 Milliliter einer flüssigen Substanz. Ein vor Ort durchgeführter Schnelltest schloss aus, dass es sich um Kokain oder Marihuana handelte.

Aufgrund des Verdachts wurde die Kriminaltechnische Abteilung sowie Sprengstoffexperten der Spezialeinheit (Grupo Especial de Operaciones, GEO) der Nationalpolizei hinzugezogen. Das Pulver wurde einem Brandtest unterzogen, der eine positive Reaktion zeigte und auf explosive Eigenschaften hindeutete. Die Proben wurden zur genauen Analyse in ein Labor geschickt.

Das Justizministerium ordnete die präventive Isolierung des Häftlings sowie eine Durchsuchung der Zelle Nr. 27 und benachbarter Zellen an. Die Frau, die das Paket überbracht hatte, wurde zur Vernehmung an die Staatsanwaltschaft überstellt. Sie gab an, den Inhalt nicht gekannt zu haben, da das Paket ihr von einem Dritten übergeben worden sei. Die Behörden prüfen die Hypothese, dass die Substanzen zur Herstellung von Dynamit verwendet werden könnten. Allerdings fehlen nach vorläufigen Erkenntnissen zwei weitere Komponenten, um die Mischung vollständig herzustellen.

Unabhängig davon wurde am Samstagmorgen in Pedro Juan Caballero ein Mann erschossen. Patrocinio González Fleitas (60), der als selbstständiger Fahrer auf der Strecke zwischen der Siedlung Santa Clara de Cerro Corá und Pedro Juan Caballero unterwegs war, wurde in einer Werkstatt von einem Motorradfahrer getötet, der das Gelände betrat. Die örtliche Polizei wertet Überwachungsaufnahmen aus, um den Täter zu identifizieren. Die Tat ereignete sich eine Woche nach Protesten verschiedener Verkehrsbranchen im Land, die unfaire Konkurrenz anprangern.

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn

Quellen (4)

Aktualisiert: 23.08.2026, 01:00