Neue Anschuldigungen gegen suspendierte Richterin und Ex-Richterin im Betrugsschema mit gefälschten Schuldscheinen in Paraguay

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat die suspendierte Friedensrichterin Carmen Analía Cibils und die ehemalige Richterin Nathalia Garcete in zwei neuen Verfahren im Zusammenhang mit dem als „Mafia der Schuldscheine“ bekannten Schema angeklagt. Die Anschuldigungen umfassen Rechtsbeugung, Urkundenfälschung und falsche Zustellungen und erweitern den Umfang der Ermittlungen, die sich bereits in der mündlichen Verhandlungsphase befanden.

Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat über die Einheit für Wirtschaftsdelikte und Korruptionsbekämpfung neue Anklagen gegen die suspendierte Friedensrichterin Carmen Analía Cibils und die ehemalige Richterin Nathalia Garcete erhoben, die 2025 vom Richteranklagegericht (JEM) abgesetzt wurde. Die von den Staatsanwälten Belinda Bobadilla, Jorge Arce und Leonardi Guerrero erhobenen Anschuldigungen betreffen den Verdacht auf Rechtsbeugung, Urkundenfälschung und angeblich falsche Zustellungen im Rahmen des als „Mafia der Schuldscheine“ bekannten Schemas.

Die neuen Verfahren kommen zu einer früheren Untersuchung hinzu, die sich gegen Cibils bereits in der mündlichen Verhandlungsphase befand. Neben den Richterinnen wurden auch Aktuare und Gerichtsvollzieher wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei den Verfahrenszustellungen angeklagt. Das Schema, das die betrügerische Ausstellung von Schuldscheinen umfasst, ist seit dem Bekanntwerden illegaler Praktiken in Friedensgerichten des Landes Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Nathalia Garcete, die bereits vom JEM abgesetzt worden war, sieht sich nun neuen Anschuldigungen gegenüber, die ihre rechtliche Lage verschärfen könnten. Richterin Cibils bleibt während der laufenden Verfahren von ihren Aufgaben suspendiert. Die Ermittlungen dauern an, und es wird erwartet, dass in den kommenden Monaten weitere Enthüllungen ans Licht kommen könnten.