Interpol hat in Paraguay einen paraguayischen Staatsbürger festgenommen, der beschuldigt wird, Teil eines internationalen Drogenschmuggelnetzwerks zu sein, das Kokain nach asiatischen Ländern, vor allem Malaysia, schickte. Die Operation mit dem Namen "Weißer Himmel" führte zur Ergreifung von Alfredo Ortigoza in San Lorenzo.
Laut Kommissar Juan Fretes nutzte die Organisation eine Route, die in Paraguay begann, auf dem Landweg durch Argentinien führte und den internationalen Flughafen Ezeiza in Buenos Aires als Einschiffungspunkt hatte. Das endgültige Ziel war Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias, obwohl auch Thailand als mögliches Ziel genannt wurde.
Die Droge wurde auf besondere Weise versteckt: in Weinflaschen. Argentinische Ermittler, die mit den paraguayischen Behörden zusammenarbeiteten, enthüllten, dass die Technik im September letzten Jahres entdeckt wurde, als eine ehemalige Partnerin von Ortigoza in Ezeiza festgenommen wurde, als sie mit der illegalen Fracht an Bord gehen wollte.
Ortigoza wurde von der argentinischen Justiz gesucht und hatte eine rote Interpol-Benachrichtigung, die auf Ersuchen des Nachbarlandes ausgestellt worden war. Er wurde nach monatelanger Geheimdienstarbeit, Informationsanalyse und biometrischer Identifizierung aufgespürt. Er wohnte in San Lorenzo, wo er Gelegenheitsarbeiten verrichtete, während er sich versteckt hielt.
Die Untersuchung ist noch im Gange und schließt die Identifizierung weiterer Beteiligter des Schemas nicht aus. Ortigoza bleibt der paraguayischen Justiz zur Verfügung und wartet auf die Verfahren für eine mögliche Auslieferung nach Argentinien.
