IPS gab in zehn Jahren 46 Milliarden Guaraníes für Miete medizinischer Geräte aus, enthüllt Präsident

IPS-Präsident Isaías Fretes prangerte an, dass die Institution in einem Jahrzehnt rund 46 Milliarden Guaraníes für die Miete von Instrumenten für Knieoperationen ausgegeben habe – ein Betrag, der die Anschaffungskosten weit übersteigt. In der Sitzung des Verwaltungsrats wurden zudem 22 Familien offengelegt, die seit 2012 keine Miete für Immobilien der Sozialversicherung zahlen.

Der Präsident des IPS, Isaías Fretes, deckte auf, dass die Einrichtung in den vergangenen zehn Jahren etwa 46 Milliarden Guaraníes für die Miete medizinischer Arthroskopiegeräte ausgegeben hat, anstatt sie zu kaufen. Die Anschuldigung wurde während einer Sitzung des Verwaltungsrats erhoben.

Die Instrumente – die bei Knieoperationen im Hospital de Especialidades Quirúrgicas Ingavi eingesetzt werden – werden für jeden Eingriff über externe Dienstleister angemietet. Der Gesundheitsmanager des IPS, Derlis León, erläuterte, dass das Zentrum monatlich zwischen 100 und 150 solcher Eingriffe durchführt, wobei die Mietkosten pro Operation bei etwa 2,6 Millionen Guaraníes liegen. Das entspricht rund 390 Millionen Guaraníes monatlich und fast 4,7 Milliarden Guaraníes jährlich.

„Mit den Mietzahlungen eines einzigen Monats wäre der Kauf gedeckt, und das Gerät stünde jahrelang zur Verfügung. Seit zehn Jahren wird gemietet – stellen Sie sich die Nachlässigkeit vor. Es ist gar nicht mehr zu beziffern, wie viele Arthroskope wir hätten kaufen können. In zehn Jahren sind das 46 Milliarden Guaraníes, das ist keine Kleinigkeit“, sagte Fretes. Die geschätzten Anschaffungskosten der Geräte belaufen sich auf rund 400 Millionen Guaraníes.

In derselben Sitzung befassten sich die Verantwortlichen auch mit den Mietrückständen in der Villa Santo Domingo, einer Wohnanlage des IPS in Asunción. Den vorgelegten Daten zufolge zahlen 22 Personen oder Familien seit 2012 die monatliche Miete von 1,4 Millionen Guaraníes nicht.

„Es sind 22 Personen, die ihre Miete seit 2012 nicht zahlen. Ich möchte eine Prüfung und einen detaillierten Bericht darüber, in welchem Zustand diese Häuser sind, wer sie bewohnt und wie viel sie zahlen. Was die Zahlungen betrifft, möchte ich wissen, seit wann sie nicht mehr beglichen werden, denn wir können keine Wohltätigkeitsinstitution sein“, betonte Fretes.