Itaipú feiert 52 Jahre als Energiepfeiler Paraguays und Weltrekordhalter in der Stromerzeugung

Die binationale Einrichtung Itaipú vollendet 52 Jahre seit ihrer formellen Gründung und gilt als größter Erzeuger sauberer Energie der Welt. Sie deckt rund 90 % des paraguayischen Stromverbrauchs und hält den Guinness-Rekord für die höchste kumulierte Wasserkraftproduktion.

Die binationale Einrichtung Itaipú feiert an diesem am Montag 52 Jahre seit ihrer formellen Gründung, die am 17. Mai 1974 im Hotel das Cataratas in Foz do Iguaçu, Brasilien, stattfand. Damals wurden die ersten Verwaltungsräte und die Geschäftsführung eingesetzt, die paritätisch aus Paraguay und Brasilien besetzt waren, und die Verwaltung des künftigen Kraftwerks begann.

Die Bauarbeiten kamen schnell voran: Die schweren Maschinen trafen bereits im zweiten Halbjahr 1974 ein, und im Januar 1975 begannen die Aushub- und Betonfundamentarbeiten. Das Kraftwerk nahm 1984 den kommerziellen Betrieb auf und liefert seither Energie für die industrielle und private Entwicklung beider Länder.

Derzeit deckt Itaipú rund 90 % des paraguayischen Strombedarfs, der von der Administración Nacional de Electricidad (ANDE) verwaltet wird, sowie etwa 7 % des brasilianischen Verbrauchs. In 42 Jahren Stromerzeugung von insgesamt 3.143.581.000 MWh nutzte das Sistema Interconectado Nacional (SIN) nur 10 % – die restlichen 90 % gingen nach Brasilien. Von den insgesamt 1.571.790.500 MWh, die Paraguay zustehen, verwendete das Land nur 20 % und gab den Rest gegen eine durchschnittliche Vergütung von 4,5 US-Dollar pro 1.000 kWh an Brasilien ab.

Das Kraftwerk hält den Weltrekord für die jährliche Stromerzeugung mit 103.098.366 MWh im Jahr 2016 und erhielt am 1. November 2024 das Guinness-Weltrekord-Zertifikat für die „höchste kumulierte Wasserkraftproduktion“, nachdem es seit Mai 1984 die Marke von 3.038 Millionen MWh überschritten hatte.

Der erste Verwaltungsrat bestand auf paraguayischer Seite aus Alberto Nogués, Ezequiel González Alsina, Mario Coscia Tavarozzi, Andrés Gómez, Milciades Ramos Giménez und Rogelio Cadogan. Auf brasilianischer Seite übernahmen Espedito de Freitas Resende, Mario Penna Bhering, Amyr Borges Fortes, Lucas Nogueira Garcez, Hélio Marcos Pena Beltrão und Mauro Moreira. Die erste Geschäftsführung wurde von José Costa Cavalcanti und dem paraguayischen Ingenieur Enzo Debernardi geleitet.

Parallel zur Stromerzeugung unterhält die Einrichtung Programme zur Erhaltung der Biodiversität in der Region. Die Feierlichkeiten finden statt, während Verhandlungen über den Anhang C des Gründungsvertrags des Kraftwerks als wenig transparent gelten.