Itapúa bereitet sich auf die Rallye-Weltmeisterschaft mit Rekordbesuchererwartung vor

Der Departamento Itapúa in Paraguay bereitet sich auf die Austragung eines Laufs der Rallye-Weltmeisterschaft 2026 vor. Erwartet werden mehr Besucher als im Vorjahr, temporäre Arbeitsplätze, eine Belebung des lokalen Tourismus sowie ein umfassendes Sicherheitskonzept und maritime Attraktionen.

Itapúa bereitet sich auf die Rallye-Weltmeisterschaft mit Rekordbesuchererwartung vor

Der Departamento Itapúa bereitet sich darauf vor, zum zweiten Mal in Folge einen Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auszurichten, der vom 27. bis 30. August stattfinden wird. Die unter dem Namen „Rallye Roter Erde“ bekannte Veranstaltung ist der längste Lauf des WM-Kalenders 2026 mit 356,04 Kilometern Wettbewerbsstrecke, verteilt auf 22 Sonderprüfungen in zehn Bezirken.

Das örtliche Organisationskomitee rechnet mit einer wirtschaftlichen Wirkung von 200 Millionen US-Dollar und mindestens 400.000 Besuchern – deutlich mehr als die 210.000 Zuschauer der Premiere 2025, die ein Volumen von 133 Millionen US-Dollar generierten. Die Eintrittskarten für den symbolischen Start im Sambódromo von Encarnación sind nahezu ausverkauft; für die Zeremonie werden 15.000 Zuschauer erwartet.

Die Veranstaltung kurbelt die lokale Wirtschaft an und schafft rund 10.000 temporäre Arbeitsplätze, vor allem im Dienstleistungssektor. Die Hotelinfrastruktur ist im Vergleich zu 2025 um 10 % gewachsen und umfasst nun 6.000 Betten in der regulären Hotellerie sowie 5.000 in anderen Unterkünften. Die Auslastung liegt derzeit bei fast 95 %.

Neben dem Sportereignis dient die Rallye als Schaufenster für den Tourismus in Itapúa. Besucher haben die Gelegenheit, Attraktionen wie die Strände von Encarnación, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Jesuitenruinen von Trinidad, die Mate-Kultur in Bella Vista, das Einwanderererbe in Hohenau und Naturausflüge in verschiedenen Bezirken kennenzulernen.

Für die Sicherheit sorgt die Freiwillige Feuerwehr Paraguays (CBVP) mit 270 Einsatzkräften und einer Flotte spezialisierter Fahrzeuge, darunter 18 Löschfahrzeuge und 10 Schnelllöschfahrzeuge. Die Maßnahmen werden in Abstimmung mit der Nationalpolizei, der Armee, dem Roten Kreuz und dem nationalen Katastrophenschutz koordiniert.

Als zusätzliche Attraktion entsendet die paraguayische Marine zwei historische Schiffe nach Encarnación: das Schulschiff Kanonenboot Paraguay (C-1) und das Patrouillenboot Capitán Cabral (P-01). Sie verließen Villeta und sollen am Samstag, dem 22. August, eintreffen. Während der Veranstaltung stehen sie für öffentliche Besichtigungen offen. An Bord absolvieren Kadetten und Schiffsjungen der Marineschulen ein Praxistraining.

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Quellen (9)

Aktualisiert: 18.08.2026, 01:00