Jorge Brítez schweigt vor der Staatsanwaltschaft zu modularen OP-Sälen des IPS

Jorge Brítez, ehemaliger Präsident des paraguayischen Sozialversicherungsträgers Instituto de Previsión Social (IPS), verzichtete bei seiner Anhörung vor der Staatsanwaltschaft auf eine Aussage zu den gescheiterten modularen Operationssälen im Zentralkrankenhaus. Der Fall betrifft den Umgang mit öffentlichen Mitteln und mögliche Verantwortlichkeiten in einer für das öffentliche Gesundheitswesen des Landes zentralen Institution.

Jorge Brítez schweigt vor der Staatsanwaltschaft zu modularen OP-Sälen des IPS

Jorge Brítez, ehemaliger Präsident des Instituto de Previsión Social (IPS), der paraguayischen Sozialversicherungs- und Gesundheitseinrichtung, erschien zur Anhörung vor der Staatsanwaltschaft, entschied sich jedoch auf Anraten seines Anwalts José Fernández Zacur, keine Aussage zu machen. Die Anhörung ist Teil der Ermittlungen zur gescheiterten Installation modularer Operationssäle im Zentralkrankenhaus des IPS. Das Projekt steht im Mittelpunkt der Untersuchungen zur Vergabe, zum Erwerb und zur Installation der Strukturen.

Brítez wurde vom Staatsanwalt Julio Ortiz befragt. Die Verteidigung erklärte, dass noch technische Gutachten ausstehen, die von der Staatsanwaltschaft angefordert wurden, und dass sie deren Einbindung in das Verfahren abwarten möchte, bevor ein neuer Anhörungstermin vereinbart wird.

„Sobald diese Unterlagen im Verfahren vorliegen, werden wir diese Maßnahme erneut beantragen, damit der Doktor aussagen kann“, erklärte Fernández Zacur gegenüber dem Sender NPY. Dem berichteten Sachverhalt zufolge begründete die Verteidigung die Entscheidung mit dem Fehlen der technischen Gutachten in den Verfahrensakten; dieser Punkt gibt die im Rahmen der Ermittlungen vorgebrachte Darstellung wieder.

Der ehemalige Präsident wird wegen des Verdachts auf Vermögensschädigung des IPS im Zusammenhang mit dem Kauf und der Installation der modularen Strukturen im Zentralkrankenhaus ermittelt. Die Verteidigung bestreitet Brítez’ Einbeziehung in den Fall und argumentiert, er habe lediglich drei Vertragsergänzungen unterzeichnet, die aus früheren Amtszeiten übernommen worden seien, ohne direkte Verantwortung für die untersuchten Vorgänge.

Ebenfalls in den Ermittlungen beschuldigt werden der ehemalige IPS-Präsident Vicente Bataglia sowie die ehemaligen Mitarbeiter Marcelo Bordón Leiva, Verónica Alexandra Blanco Bogado, Hugo Enrique Aranda Noguera, José Raúl Coronel Acosta, Juan Manuel Villar López und Jaime Joel Caballero Ruiz Díaz.

Mit der Entscheidung bleibt Brítez’ Aussage aus, bis die angeforderten technischen Gutachten in das Verfahren eingebunden sind. Der Inhalt dieser Dokumente könnte die Aufklärung über die Vergabe, den Erwerb und die Installation der modularen Operationssäle sowie die mögliche individuelle Verantwortung der Beschuldigten beeinflussen. Da das IPS Leistungen der Sozialversicherung und des öffentlichen Gesundheitswesens verwaltet, betrifft der Fall auch die Kontrolle des Mitteleinsatzes in einer für die Gesundheitsversorgung in Paraguay wesentlichen Institution.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 06.09.2026, 01:00