IPS will 711 Millionen US-Dollar von Unternehmen zurückfordern und schlägt Treuhandlösung zur Schuldenbegleichung vor

Das paraguayische Instituto de Previsión Social (IPS) will 711 Millionen US-Dollar von privaten Unternehmen zurückfordern und schlägt eine Treuhandlösung vor, während es unter Budgetdruck im Gesundheitsbereich steht, wo der Großteil der Arzneimittelmittel für Krebsmedikamente aufgewendet wird.

IPS will 711 Millionen US-Dollar von Unternehmen zurückfordern und schlägt Treuhandlösung zur Schuldenbegleichung vor

Das Instituto de Previsión Social (IPS) sucht nach außergewöhnlichen rechtlichen Mechanismen, um eine Schuld von etwa 711 Millionen US-Dollar einzutreiben, die sich bei mehr als 2.000 säumigen Privatunternehmen angesammelt hat. Die Information wurde vom Berater der Institution, Carlos Pereira, vorgelegt, der auch als ehemaliger Ratgeber der Behörde tätig war.

Pereira betonte, dass die öffentliche Debatte sich häufig auf die finanziellen Schwierigkeiten der Sozialversicherung konzentriere, aber wenig über die ausstehenden Forderungen gesprochen werde. Neben der Schuld des Privatsektors erwähnte er, dass der paraguayische Staat eine historische Schuld beim IPS habe, die auf das Jahr 1943 zurückgehe und sich auf etwa 780 Millionen US-Dollar belaufe.

Der Berater kritisierte die Unwirksamkeit traditioneller Maßnahmen wie gerichtliche Beschlagnahmen, die letztlich Unternehmen blockieren, die bereits in finanziell kritischer Lage sind, ohne dass der IPS die Mittel zurückerhalten könne. Er argumentierte, dass diese Praxis sowohl die Schuldner schädige, deren Chancen auf Erholung verringert würden, als auch die Institution selbst.

Als Lösung schlug Pereira die Einrichtung einer "Treuhandlösung mit Sicherheiten" vor. Bei diesem Mechanismus könnte die öffentliche Bank Unternehmen mit Problemen Kredite gewähren, die den Betrag zur Begleichung ihrer Schulden beim IPS verwenden würden. Der Vertrag über künftige Dienstleistungen mit der Sozialversicherung würde als Sicherheit für das Darlehen dienen, sodass das Unternehmen sich regularisieren und seine beschäftigungsgenerierende Tätigkeit aufrechterhalten könne.

Parallel zur Suche nach Kreditrückgewinnung steht das IPS unter starkem Druck in seinem Gesundheitsbudget. Pereira gab bekannt, dass etwa 80 % der für Arzneimittel bestimmten Mittel für Krebsmedikamente aufgewendet werden, was nur einen geringen Spielraum für andere Bedürfnisse lasse. Hinzu kommen Beschaffungen über Gerichtsbeschlüsse (Amparos), die nach seiner Aussage einer normativen Überprüfung bedürfen, um technische und budgetäre Kriterien einzubeziehen.

In diesem Zusammenhang erwähnte er positiv einen Vorschlag, der im Senat debattiert wird, um eine zentrale Stelle für Krebsmedikamente einzurichten, da der Fondo Nacional de Recursos Solidarios (Fonares) nur begrenzte Mittel für die wachsende Nachfrage habe. Im Bereich der Versorgung habe die Verwaltung von Präsident Isaías Fretes Fortschritte in Verhandlungen mit Laboren erzielt, um die Bereitstellung kritischer Güter zu normalisieren, mit der Erwartung, etwa 183 essentielle Produkte abzudecken.

Pereira erklärte, dass die aktuelle Leitung eine Institution mit schwerwiegenden strukturellen Problemen übernommen habe, insbesondere im Gesundheitsbereich, und nun gleichzeitig an der finanziellen Stärkung und der Reorganisation des Gesundheitssystems arbeite, wobei Gespräche mit Bankeninstitutionen geführt werden, um Zugang zu finanziellen Alternativen zu erhalten.

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Quellen (2)

Aktualisiert: 03.08.2026, 01:31