Die ehemalige Senatorin Kattya González kündigte an, ihren Fall vor der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) während der 56. Generalversammlung der Organisation vorzubringen, die vom 22. bis 24. Juni 2026 in Panama-Stadt stattfindet. González erklärte, sie sei eingeladen worden, an einem Forum teilzunehmen, in dem sie die Argumente darlegen könne, die den Verlust ihres Mandats sowie die derzeit vom Obersten Gerichtshof geprüften Gerichtsverfahren betreffen.
González erklärte, dass das Verfahren auf internationales Interesse stoße, da es ihrer Ansicht nach Prinzipien berühre, die mit der Zusammensetzung der Kollegialorgane und der demokratischen Repräsentation zusammenhängen. „Ich bin zu einem Forum eingeladen, um meinen Fall darzulegen. Denn mein Fall hat eine Relevanz und eine Besorgnis auf internationaler Ebene, da er gerade die Zusammensetzung der Kollegialorgane betrifft", sagte sie gegenüber dem Sender Radio 730 AM.
Die ehemalige Abgeordnete behauptete, ihre Absetzung werde auf internationaler Ebene mit Besorgnis verfolgt, da sie Auswirkungen auf die politische Repräsentation und das Funktionieren der Kollegialorgane habe. González erklärte, internationale Organisationen und Akteure betrachteten die Situation als einen Fall besonderer Schwere aufgrund der Konsequenzen, die sie für die politische Opposition und die demokratische Qualität haben könne. „Dieser Fall wird auf internationaler Ebene als ein schwerer Fall betrachtet, der eskalieren könnte", sagte sie.
In diesem Zusammenhang warnte González vor dem, was sie als eine Tendenz zur Machtkonzentration in verschiedenen Ländern betrachtete, und erklärte, die politischen Mehrheiten müssten innerhalb der verfassungsrechtlichen Grenzen handeln. „Die Mehrheit ermächtigt dich, Gesetze zu verabschieden und bestimmte Entscheidungen innerhalb des Staates zu treffen, aber sie ermächtigt dich nicht, zu tun, was dir gerade einfällt", äußerte sie.
Die ehemalige Senatorin stellte die Cartismo-Bewegung in Frage und warnte vor dem, was sie als autoritäre Entwicklung im Land betrachte. „Was der Cartismo tut, ist gefährlich, er geht auf einen autoritären Abgrund zu", sagte sie, und äußerte gleichzeitig ihre Erwartung, dass der Oberste Gerichtshof eine Entscheidung fällen werde, die es ihrer Ansicht nach ermögliche, die verfassungsrechtliche Ordnung und die Institutionen wiederherzustellen.