Magalí Franco wird nach Niederlage des Arévalo-Clans kommissarische Bürgermeisterin von Lambaré

Nach der deutlichen Niederlage des Arévalo-Clans bei den Vorwahlen der Colorados wurde die stellvertretende Stadträtin Magalí Franco mit neun Stimmen – darunter auch Stimmen liberokartistischer Stadträte – zur kommissarischen Bürgermeisterin von Lambaré gewählt und leitete die Stadt für vier Monate.

Magalí Franco wird nach Niederlage des Arévalo-Clans kommissarische Bürgermeisterin von Lambaré
KI-generierte Illustration.

Die Stadträtin Carolina González, Ehefrau des ehemaligen Abgeordneten Orlando Arévalo, kam nicht einmal kommissarisches in die Intendanz von Lambaré. Nach einer deutlichen Niederlage bei den Vorwahlen der Colorado-Partei am 7. Juni versuchte sie noch, das Amt für eine viermonatfrist zu besetzen, doch die lokale Regierung – mit Unterstützung liberaler Stadträte – begrub die Ambitionen des Arévalo-Clans endgültig.

Intendant Guido González (ANR-HC) trat gestern zurück, um sich vollständig seiner Wahlkampagne zu widmen. Zuvor hatte er darauf hingewirkt, dass Stadtrat Arturo Toñanez (ANR-HC), der ebenfalls für das Amt kandidiert, um Urlaub ersuchte. Die Manipulation zielte lediglich darauf ab, dass die Vertreterin Magalí Franco für wenige Stunden als Stadträtin eintrat, um anschließend von ihren Kollegen zur kommissarischen Intendantin gewählt zu werden.

Mit neun Stimmen wählten die Stadträte Magalí Franco, die als loyal zur ehemaligen Intendantin gilt, für die viermonatige Verwaltung von Lambaré. Die liberalen Stadträte Lorenzo Mendieta, Diego Rotela und Daniel Molinas unterstützten die Wahl und besiegelten damit eine tiefgreifende politische Neuordnung in der Gemeinde.

Die Stadträtin Carolina González, die in mehreren Sitzungen den Garantiemangel im Gemeinderat provoziert hatte – wodurch Projekte und der reguläre Betrieb des Hauses lahmgelegt wurden –, erhielt lediglich drei Stimmen für ihre Kandidatur, darunter ihre eigene. Der Arévalo-Clan wurde noch weiter geschwächt: Sie wird in der nächsten Periode nicht mehr im Gemeinderat sein, und Orlando Arévalo bekleidet kein politisches Amt mehr.

Der Niedergang des Clans zeigte sich auch bei den internen Wahlen: Die verbündeten Stadträte Osmayra Pereyra und Jimmy Paniagua konnten sich nicht unter die 12 Kandidaten der Colorado-Partei für den Stadtrat platzieren, die am 4. Oktober um einen Sitz kämpfen werden. Carolina Anhänger überzeugten bei den jüngsten Vorwahlen das Wahl ebenso wenig, sodass die politische Zukunft des Arévalo-Clans immer ungewisser wird.

Quellen (1)

Aktualisiert: 26.06.2026, 09:02