Der Unternehmer Christian Chena und die Anwältin Alejandra Peralta haben formell Anklage gegen die Venezolanerin Yecika Magle Bracho Atacho erhoben, die als eine der Betreiberinnen der Seite "Despierta Paraguay" identifiziert wurde. Sie fordern, dass der Fall zur mündlichen Verhandlung zugelassen wird, und beantragen eine Entschädigung in Höhe von 800 Millionen Guaraní für eine systematische Kampagne finanzierter Angriffe auf digitalen Plattformen.
Gerichtsdokumente bestätigten, dass Bracho Atacho die Inhaberin der Telefonleitung war, die mit dem Facebook-Profil und dem Portal von "Despierta Paraguay" verbunden ist, mit einer in Asunción registrierten Adresse. Am selben Standort befanden sich die Werbeagentur Azafrán SA und das Büro der Anwältin Margarita Heralesky, die bereits Gisele Mousques in einem Versuch der Zensur gegen Chena vertreten hatte.
Die Anklage legt dar, dass die Angeklagte zwischen November 2024 und Mai 2025 Anonymität und bezahlte Anzeigen genutzt habe, um Chena zu diffamieren, ihn fälschlicherweise als "korrupt und gewalttätig" zu bezeichnen, und seine Anwältin Peralta mit Vorwürfen der Korruption und außerehelichen Beziehungen anzugreifen. Das Berufungsgericht in Strafsachen hat bereits Rechtsmittel der Verteidigung abgewiesen, doch die Anklage wartet noch auf eine Entscheidung über einen Antrag auf Verfassungswidrigkeit bezüglich des Verfahrensablaufs.
Parallel dazu wurden kritische Medien wie das Portal Resumen de Noticias (RDN) und Bruno Masi Online Opfer koordinierter Cyberangriffe. Chena, der Eigentümer von RDN, brachte die Angriffe in Verbindung mit Berichterstattung über das Netzwerk "Despierta PY" und Ermittlungen gegen den Botschafter Darío Filártiga, den Ehemann von Gisele Mousques. Weitere Ziele waren der Canal E und der Account der Oppositionssenatorin Celeste Amarilla.
