Mirtha Arias übernimmt IPS-Rat inmitten von Versprechungen und Kritik der Versicherten

Die neue IPS-Rätin Mirtha Arias verspricht, gegen Arzneimittelengpässe und Beitragshinterziehung vorzugehen, sieht sich jedoch Misstrauen von Versichertenverbänden ausgesetzt, die ihre Unabhängigkeit in Frage stellen.

Mirtha Arias assume Conselho do IPS em meio a promessas e críticas de segurados
Mirtha Arias assume Conselho do IPS em meio a promessas e críticas de segurados

Die Regierung von Präsident Santiago Peña hat am Dienstag, dem 19. Mai, die Ernennung von Mirtha Alzira Arias Noguera zur ordentlichen Rätin des Verwaltungsrats des Instituts für soziale Vorsorge (IPS) offiziell gemacht, die die versicherten Arbeitnehmer vertritt. Die Maßnahme wurde durch das Dekret Nr. 6.026 veröffentlicht, das am 13. Mai unterzeichnet wurde.

Arias, Präsidentin der Zentralen Einheitsgewerkschaft der Arbeiter (CUT), ersetzt Víctor Eduardo Insfrán Dietrich, der im Zuge von Fragen zu seiner Amtsführung und einer vom Exekutivorgan vorangetriebenen internen Umstrukturierung zurückgetreten war.

In ihrer Antrittsrede hob die neue Rätin ihren Werdegang als Basisgewerkschaftsführerin hervor und erklärte, dass sie eine Linie der Nähe zu den beitragszahlenden Arbeitnehmern beibehalten werde. Zu den angekündigten Prioritäten gehören die Beschleunigung der Ausschreibungsverfahren zur Verbesserung der Versorgung mit wichtigen medizinischen Gütern und die Verringerung der Beitragshinterziehung der Arbeitgeber, mit besonderem Fokus auf die Grenzstädte.

Präsident Santiago Peña erklärte in sozialen Netzwerken, dass die teilweise Erneuerung des Rates darauf abziele, eine „effizientere Altersvorsorge für alle Versicherten“ aufzubauen.

Die Ernennung stieß jedoch nicht auf einhellige Zustimmung. Versichertenverbände wie der Nationale Verband der IPS-Versicherten äußerten Unmut. Der Vorsitzende der Organisation, Julio López, erklärte, dass die Führungsspitzen traditioneller Gewerkschaftszentralen häufig im Einklang mit Arbeitgeber- oder Regierungsinteressen handelten und die alltäglichen Bedürfnisse der Versicherten in den Bereichen Gesundheit und Rente vernachlässigten. López und andere Kritiker befürworten demokratischere und direktere Wahlmechanismen, die nicht ausschließlich von der Präsidentenbestimmung abhängen.