Yuyito wird im Oktober 40 Jahre alt. Der Geburtstag wird mit einer kleinen Feier begangen. Der Anlass lenkt auch den Blick auf eine konkrete Folge des hohen Alters des Flusspferds: Das Team passt seine Ernährung an und lässt ihn regelmäßig untersuchen, um seinen Gesundheitszustand im Auge zu behalten.
Yuyito wiegt etwa drei Tonnen und verbringt täglich 18 bis 20 Stunden unter Wasser im Becken. Er kommt vor allem zum Fressen heraus und sonnt sich an kalten Tagen manchmal. Die Tierärztin Stella Espínola sagt, das Team untersuche bei der routinemäßigen Pflege sein Maul und seine Zähne und prüfe, ob er Verletzungen hat. Das Tier war noch nie krank, erlitt aber einmal eine Verletzung in der Nähe des Auges, nachdem ein Besucher einen Stein nach ihm geworfen hatte.
Zu Yuyitos Futter gehören Luzerne, Gras, grüne Blätter, saisonales Obst wie Bananen, Äpfel und Wassermelonen sowie Kürbis. Damit er leichter kauen kann, wird das Futter in Stücke geschnitten. Außerdem plant das Team, über dem Becken Sprinkler zu installieren, die die Tiere an heißen Tagen abkühlen sollen. Die Becken und Futtertröge werden weiterhin gereinigt.
Yuyito ist der älteste und größte der drei Flusspferde im Zoo. Seine Geschwister Hipólito und Rayito de Sol sind 31 beziehungsweise 27 Jahre alt. Alle drei wurden dort als Nachkommen von Yasy und Kuarahy geboren. Insgesamt kamen im Zoo von Asunción fünf Flusspferde zur Welt: Eines wurde in einen Zoo in Argentinien gebracht, ein weiteres starb vor einigen Jahren. Seine Überreste befinden sich im Museum.
Die Tierärztin beschreibt Yuyito als bei Untersuchungen umgänglich: Er lässt zu, dass man ihm das Maul öffnet und sein Zahnfleisch berührt – bei den beiden anderen ist das schwieriger. Espínola sagt, die Feier solle auf die Versorgung der Tiere aufmerksam machen und nicht für deren Haltung in Gefangenschaft werben. Da Yuyito sich an den Ort gewöhnt hat, wäre er bei einer möglichen Freilassung nicht in der Lage, selbstständig Nahrung zu finden.
Espínola bat die Besucher, nicht zu schreien oder zu rennen, keine Gegenstände zu werfen und die Sicherheitsabsperrungen nicht zu übersteigen. Angesichts des früheren Angriffs auf das Tier ist diese Bitte besonders wichtig: Besucher können während ihres Besuchs dazu beitragen, indem sie Lärm vermeiden und nichts tun, was Yuyito verletzen könnte.
