Mundial 2026 schafft 30.000 temporäre Arbeitsplätze und steigert den Konsum in Paraguay, sagt Experte

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird in Paraguay rund 30.000 temporäre Arbeitsplätze schaffen, vor allem im Gastronomiebereich und Handel, und den Konsum in Supermärkten und Geschäften um 35 % steigern, so der Experte Enrique López Arce.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, hat einen deutlich positiven Einfluss auf die Wirtschaft Paraguays, insbesondere im Bereich der Zeitarbeit und des Konsums.

Dem Arbeitsmarktexperten Enrique López Arce zufolge werden etwa 30.000 Paraguayer für temporäre Stellen während der Spieltage rekrutiert. Diese Jobs finden sich vor allem in Branchen wie Gastronomie, Einkaufszentren, Supermärkten und anderen Bereichen des Massenkonsums. Das Land verfügt über rund 11.000 gastronomische Betriebe, die während des Turniers zusätzliches Personal benötigen, um die gestiegene Nachfrage zu bewältigen.

Obwohl diese Arbeitsplätze temporär sind, betont López Arce, dass sie für viele Menschen, die in dieser Zeit in den Arbeitsmarkt eintreten, eine wichtige Einkommensquelle darstellen. Zudem wächst auch die informelle Tätigkeit auf Straßen und öffentlichen Plätzen, da viele die erhöhte Besucherzahl nutzen, um während der Spiele Waren zu verkaufen.

Im Konsumbereich wurde ein geschätzter Anstieg der Umsätze in Supermärkten und Elektrofachgeschäften um 35 % verzeichnet, was die Begeisterung und die emotionale Wirkung des Sportereignisses widerspiegelt. Der Experte erklärt, dass das Konsumverhalten stark von der Stimmungslage beeinflusst wird und die Aufbruchsstimmung der Bevölkerung die Kaufbereitschaft fördert.

Darüber hinaus empfiehlt López Arce die Einführung von arbeitsrechtlichen Toleranzmaßnahmen während der Spiele der paraguayischen Nationalmannschaft, orientiert an Beispielen aus Nachbarländern wie Argentinien und Brasilien. Diese Maßnahmen umfassen flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, die Spiele am Arbeitsplatz zu verfolgen, sofern die Produktivität nicht beeinträchtigt wird. Seiner Ansicht nach können solche Praktiken das Arbeitsklima verbessern, ohne nennenswerte negative Auswirkungen zu verursachen.

Quellen (1)

Aktualisiert: 11.06.2026, 11:54