Der Paraguayische Verband der Reisebüros und Tourismusunternehmen (Asatur) und der Verband der Reisebüros Paraguays (AAVIP) haben die Nationale Direktion für Zivilluftfahrt (Dinac) formell aufgefordert, angesichts der wiederkehrenden Betriebsprobleme der Fluggesellschaft Paranair einzugreifen. Die Verbände nennen häufige Flugausfälle und -umbuchungen sowie langwierige Rückerstattungen für Passagiere.
Laut einer gemeinsamen Erklärung der Verbände hat sich die Lage in den letzten Wochen verschärft. Ausfälle von Linienflügen hätten Passagiere in eine schwierige Lage gebracht, ohne praktikable Alternativen für ihre Reisen. Die gemeldeten Schäden seien persönlicher, beruflicher, geschäftlicher und touristischer Natur. Zu den jüngsten kritischen Fällen gehöre die Einstellung des Linienverkehrs nach Montevideo, der mehrere Tage lang nicht neu gebucht werden konnte, sowie die Stornierung eines Charterflugs.
Die Reisebüros betonten, ihre Rolle sei die eines kommerziellen Vermittlers. Sie betrieben die Flüge nicht und träfen keine Entscheidungen über Stornierungen oder Rückerstattungen. Dennoch seien sie es, die täglich die Beschwerden der Kunden entgegennähmen und Arbeitsstunden darauf verwendeten, nach Lösungen zu suchen, die ausschließlich von der Fluggesellschaft abhingen. Die Stellungnahme der Verbände macht deutlich, dass die Aktion nicht darauf abziele, das Unternehmen zu schädigen, sondern eine solide, zuverlässige und wettbewerbsfähige kommerzielle Luftfahrt für das Land zu erreichen, die die Branchenvorschriften einhält.
Der Minister des Nationalen Sekretariats für Tourismus (Senatur), Jacinto Santamaría, bestätigte, dass sein Haus den Fall in ständiger Kommunikation mit der Dinac und der Asatur verfolge und die vorgelegten Beschwerden weiterbehandle. Der Präsident der Dinac, Nelson Mendoza, teilte seinerseits mit, die Behörde habe bereits eine Reihe von Verwaltungsmaßnahmen eingeleitet, nachdem sie die Beschwerden vor mehreren Tagen erhalten habe. Dies könne zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Paranair führen.
Die Verbände erklärten, sie würden den betroffenen Passagieren weiterhin Hilfe leisten, hielten es aber für unerlässlich, dass die Öffentlichkeit verstehe, dass die Verantwortung für den Flugbetrieb ausschließlich bei der Fluggesellschaft liege. Sie kamen zu dem Schluss, dass angesichts der ständigen Probleme die Wahl von Paranair derzeit nicht die notwendigen Garantien für die Erbringung der vertraglich vereinbarten Dienstleistungen biete.
