Nur 7,5 Prozent der Pharmazie-Studiengänge in Paraguay verfügen über eine gültige Akkreditierung, wie die ANEAES berichtet

Die ANEAES gab bekannt, dass von den 53 vom CONES in Paraguay zugelassenen Studiengängen in Pharmazie und Pharmazie und Chemie nur vier eine gültige Akkreditierung aufweisen (7,5 %) und dass von den 1.364 Abschlusszeugnissen, die das MEC zwischen 2023 und Mai 2026 ausstellte, 76,3 % Studiengängen ohne abgeschlossene Akkreditierung entstammen.

Die Nationale Agentur für Evaluierung und Akkreditierung der Hochschulbildung (Aneaes) veröffentlichte am Montag einen Bericht über den Zustand der Studiengänge Pharmazie und Pharmazie und Chemie in Paraguay. Die Erhebung zeigt, dass von den 53 vom Nationalen Hochschulrat (Cones) genehmigten Studiengängen lediglich vier über eine gültige Akkreditierung verfügen – das entspricht nur 7,5 % der Gesamtzahl.

Die Studie wurde auf Grundlage der offiziellen Genehmigungsregister des Cones, der von der Aneaes selbst durchgeführten Bewertungsverfahren und des Titelregisters des Ministeriums für Bildung und Wissenschaften (MEC) erstellt und umfasst den Zeitraum von 2023 bis Mai 2026. Laut der Agentur hat sich das akademische Angebot im vergangenen Jahrzehnt deutlich erweitert, wobei neue Institutionen hinzugekommen sind und die territoriale Präsenz des Ausbildungssystems gewachsen ist. Die Akkreditierungsabdeckung bleibt jedoch auf niedrigem Niveau, was auf eine noch ausstehende Konsolidierungsphase bei den Qualitätssicherungsmechanismen hindeutet.

Der Abgleich mit den Daten des MEC-Titelregisters zeigt, dass das Ministerium zwischen 2023 und Mai dieses Jahres 1.364 Abschlüsse in Pharmazie und Pharmazie und Chemie verliehen hat. Davon entfallen lediglich 23,7 % (323 Titel) auf Studiengänge mit gültiger Akkreditierung, während 76,3 % (1.041 Titel) aus Studiengängen stammen, die noch keine Akkreditierungsverfahren durchlaufen haben.

Laut Aneaes verdeutlicht diese Verteilung das Ausmaß der Herausforderung, die Qualität im pharmazeutischen Bereich sicherzustellen, und gibt die Prioritäten für die technische Begleitung der Institutionen mit der höchsten Absolventenzahl vor. Die Agentur, deren Vorsitzender José Duarte Penayo ist, betont, dass die Genehmigung als Regulierungsmechanismus die Erfüllung der Mindestvoraussetzungen für den Betrieb eines Studiengangs bescheinigt, jedoch nicht die Qualität der Ausbildungsprozesse oder die erzielten akademischen Ergebnisse umfassend bewertet.

Der Studiengang Pharmazie gehörte ursprünglich nicht zu den laut Gesetz Nr. 2072/2003 verpflichtend zu evaluierenden und akkreditierenden Abschlüssen. Die Aneaes weist jedoch darauf hin, dass die Verordnung Nr. 195/16 Artikel 2 des genannten Gesetzes konkretisiert und die Pflicht zur Evaluierung zum Zweck der Akkreditierung für eine erweiterte Gruppe von Studiengängen festlegt, wobei Pharmazie ausdrücklich in die Gruppe der Gesundheitswissenschaften aufgenommen ist. Dieselbe Regelung gilt für den Studiengang Pharmazie und Chemie.

Quellen (1)

Aktualisiert: 03.06.2026, 14:24