Bei der Operation Sarambí wurden sieben Immobilien in Pedro Juan Caballero gleichzeitig durchsucht. Die Ermittler untersuchen den Verdacht auf Geldwäsche und ein Netzwerk, das gestohlene Fahrzeuge aus Brasilien nach Paraguay gebracht haben soll, wo sie möglicherweise für den Transport von Drogen oder Schmuggelware umgebaut wurden. Die Ermittlungen leitet Staatsanwältin Pamela Pérez. Beteiligt sind außerdem Beamte der Abteilung für internationale polizeiliche Abkommen und Kooperationsvereinbarungen.
Marciano Denis Torales, der als mutmaßlicher Anführer der Struktur gilt und gegen den ein Haftbefehl vorliegt, wurde nicht gefunden. Auch sein Sohn Anderson wurde nach einem der Berichte nicht angetroffen. Ein Bericht besagte, die Partnerin von Denis’ Sohn sei weiterhin festgehalten worden; ein anderer berichtete, die Polizei habe die Partnerin des Hauptverdächtigen festgehalten. Aus den Berichten geht nicht hervor, ob sie dieselbe Person meinen.
Auch zu weiteren Festnahmen gibt es unterschiedliche Angaben. Kommissar Rolando Benítez zufolge wurde eine Person festgenommen und vier weitere wurden in Gewahrsam genommen. Ein anderer Bericht meldete, dass ein brasilianischer Staatsbürger in Gewahrsam genommen wurde. Aus den verfügbaren Quellen geht nicht hervor, ob sich die Berichte auf dieselben Personen oder auf unterschiedliche Vorgänge beziehen.
Zu den sichergestellten Gegenständen gehört ein gepanzerter Geländewagen, der in Brasilien als gestohlen gemeldet wurde. Seine Herkunft und ein möglicher Zusammenhang mit den Ermittlungen werden geprüft. Die Beamten beschlagnahmten außerdem eine in Kroatien hergestellte Schusswaffe, Munition verschiedener Kaliber, Mobiltelefone, Aufzeichnungsgeräte für Überwachungskameras sowie eine Menge einer Substanz, bei der es sich vermutlich um Marihuana handelt.
Die Ermittler vermuten, dass Fahrzeuge aus Brasilien nach Paraguay gebracht und dort mit gefälschten oder geklonten Dokumenten gefahren wurden. Einige Fahrzeuge könnten mit falschen Böden ausgestattet worden sein, um Betäubungsmittel oder Schmuggelware zu verbergen. Die Sicherstellungen sind Teil der Ermittlungen; für sich genommen beweisen sie weder eine Beteiligung der Verdächtigen noch, dass der Geländewagen zum Drogentransport eingesetzt wurde.
Auch die Immobilien und die sichergestellten Gegenstände werden im Rahmen der Ermittlungen untersucht, unter anderem mit Blick auf eine mögliche Einziehung im weiteren Verlauf des Falls. Die paraguayischen Behörden erhielten Unterstützung von der brasilianischen Polizei. Die Ermittlungen sollen mit Informationen begonnen haben, die über internationale Kooperationsmechanismen gewonnen wurden.
