Opfer der „Mafia dos Pagarés“ fordern Amtsenthebungsverfahren gegen Richter des paraguayischen Obersten Gerichtshofs

Opfer der sogenannten „Mafia dos Pagarés“, eines mutmaßlichen Systems rund um Schuldscheinforderungen, fordern ein Amtsenthebungsverfahren gegen Richter des paraguayischen Obersten Gerichtshofs. Sie werfen dem Parlament und der Justiz vor, durch angebliche Komplizenschaft den verfassungsmäßigen Mechanismus zu blockieren.

Opfer der „Mafia dos Pagarés“ fordern Amtsenthebungsverfahren gegen Richter des paraguayischen Obersten Gerichtshofs

Pedro Coronel, Sprecher der Koordinierungsstelle der Opfer der „Mafia dos Pagarés“, forderte die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Richter des Obersten Gerichtshofs Paraguays. Seiner Ansicht nach komme der verfassungsmäßige Mechanismus wegen der vermeintlichen Komplizenschaft zwischen Politik und Justiz nicht voran.

Coronel erklärte, die Richter würden ein System von Privilegien für nahestehende Personen aufrechterhalten. Er kritisierte zudem die fehlende Reaktion auf Vorwürfe im Zusammenhang mit der sogenannten „Mafia dos Pagarés“, einem mutmaßlichen System rund um Schuldscheinforderungen, Vetternwirtschaft und andere mutmaßliche Unregelmäßigkeiten im Justizsystem. Die Vorwürfe wurden in dem Bericht nicht als endgültig gerichtlich festgestellt dargestellt.

„Was diese Richter tun, ist absolut unrechtmäßig, und es ist die Pflicht des Parlaments, sie einem Amtsenthebungsverfahren zu unterziehen“, sagte der Aktivist. Seiner Meinung nach gebe es derzeit keine politischen Voraussetzungen für die Einleitung des Verfahrens, da das Parlament ähnlich wie die Justiz funktioniere.

Das Amtsenthebungsverfahren ist das in der paraguayischen Verfassung vorgesehene Instrument zur Überprüfung der Verantwortung hoher Amtsträger. Seine mögliche Einleitung obliegt dem Kongress, während der Oberste Gerichtshof die höchste Instanz der Justiz des Landes ist. Die Erklärung Coronels enthält jedoch keine Hinweise auf ein formelles, laufendes Verfahren, keine benannten Zielpersonen und keine Angaben dazu, welche Richter konkret betroffen sein könnten.

Die „Mafia dos Pagarés“ wird von Opferorganisationen als ein mutmaßliches System beschrieben, bei dem Forderungsdokumente über verschiedene Gerichte geltend gemacht worden seien – mit Vorwürfen erfundener Schulden oder unrechtmäßiger Inkassomaßnahmen. Der Fall hat den Druck auf das Justizsystem und beteiligte Anwälte erhöht, doch das vorliegende Material enthält keine gerichtlichen Entscheidungen, die alle Vorwürfe des Aktivisten bestätigen.

Coronel kritisierte zudem das Schweigen zu den Aktivitäten von Anwälten, die nach seinen Angaben Opfer geschädigt hätten, und forderte Aufklärung über deren Zulassungen. Er betonte, die Bevölkerung nehme die Unregelmäßigkeiten bereits wahr und könne Druck für Veränderungen ausüben, falls die Richter nicht zurückträten oder einem Amtsenthebungsverfahren unterzogen würden.

Die Äußerungen geben die Position der Koordinierungsstelle der Opfer der „Mafia dos Pagarés“ wieder und stellen einen auf einer einzigen Quelle beruhenden Bericht über die Vorwürfe des Aktivisten dar. Eine Stellungnahme des Obersten Gerichtshofs, des Kongresses oder der genannten Institutionen zu den Vorwürfen wurde im vorliegenden Material nicht dokumentiert; eine verifizierte institutionelle Maßnahme wird nicht genannt.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 05.09.2026, 01:01