Paar in Foz do Iguaçu wegen des Verdachts festgenommen, sein Baby in Paraguay verkauft zu haben

Ein brasilianisches Paar wurde in Foz do Iguaçu im Bundesstaat Paraná wegen des Verdachts festgenommen, sein fünf Monate altes Kind in Ciudad del Este für 15.000 Real verkauft zu haben. Die brasilianische Zivilpolizei untersucht den Fall; das Kind wurde in Brasilien in der Obhut eines Paares gefunden.

Paar in Foz do Iguaçu wegen des Verdachts festgenommen, sein Baby in Paraguay verkauft zu haben

Ein brasilianisches Paar wurde in Foz do Iguaçu im Westen des Bundesstaates Paraná wegen des Verdachts festgenommen, sein fünf Monate altes Baby in Ciudad del Este in Paraguay für 15.000 Real verkauft zu haben. Die Ermittlungen führt die Abteilung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen (Nucria), eine Einheit der brasilianischen Zivilpolizei.

Der Fall wurde bekannt, nachdem die Polizei Hinweise auf einen möglichen Verkauf des Kindes erhalten hatte. Bei den ersten Maßnahmen fanden die Beamten die Mutter und bei ihr etwa 11.000 Real in bar. Der Betrag wird als Teil der Zahlung betrachtet; die Ermittlungen müssen noch die Herkunft und Verwendung des Geldes klären.

In ihrer Aussage soll die Frau erklärt haben, sie sei mit ihrem Partner und dem Baby nach Ciudad del Este gefahren und habe das Kind dort für 15.000 Real an einen Unbekannten verkauft. Die Ermittlungen deuten außerdem darauf hin, dass eine Verwandte den Kontakt zwischen den Eltern und den Personen vermittelt haben soll, die das Kind mutmaßlich entgegennahmen.

Nachdem die Mutter gefunden worden war, gingen die Ermittler zum Terminal für den städtischen Nahverkehr im Zentrum von Foz do Iguaçu, wo sie sich mit ihrem Partner treffen wollte. Der Mann wurde dort festgenommen.

Später erhielt die Zivilpolizei die Information, dass das Baby nach Brasilien zurückgebracht worden war und sich in der Obhut eines Paares befand. Das Kind wurde in einer Wohnung gefunden und dem Conselho Tutelar übergeben, einer Einrichtung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Nach Angaben der Zivilpolizei waren keine sichtbaren Verletzungen festzustellen.

Die Ermittlungen müssen noch klären, wer das Baby in Paraguay entgegengenommen hat und welchen Anteil die einzelnen Beteiligten hatten. Da der Fall grenzüberschreitend ist, prüfen die brasilianischen Behörden, über das Comando Tripartito die Nationale Polizei Paraguays einzuschalten. Dabei handelt es sich um einen Mechanismus der polizeilichen Zusammenarbeit zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien im Gebiet des Dreiländerecks.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 29.08.2026, 01:00