Paraguay erhöht sanitäre Alarmstufe und verstärkt Bekämpfung von Schmuggel nach Fall in Uruguay

Paraguay hat die sanitäre Alarmstufe erhöht, die Kontrollen gegen den Schmuggel von Geflügel- und Schweineprodukten verschärft und die Einrichtung eines ständigen technischen Gremiums vorgeschlagen, nachdem in Uruguay ein Fall von aviärer Influenza bei Hausgeflügel festgestellt wurde.

Paraguay erhöht sanitäre Alarmstufe und verstärkt Bekämpfung von Schmuggel nach Fall in Uruguay

Paraguay hat die sanitäre Überwachung und die Bekämpfung der illegalen Einfuhr von Hähnchen, Eiern und Schweinefleisch verstärkt, nachdem im uruguayischen Departamento Canelones, etwa 40 Kilometer von Montevideo entfernt, ein Fall von hochpathogener aviärer Influenza bei Hausgeflügel bestätigt wurde. Der Nationale Dienst für Tiergesundheit und -qualität (Senacsa) erhöhte die Alarmstufe und erweiterte die Kontrollen an Einreisestellen, kommerziellen Geflügelbetrieben und privaten Höfen.

Das Land behält seinen Status als frei von aviärer Influenza bei, eine Bedingung, die als essenziell für die nationale Produktion, die Lebensmittelsicherheit und die Exportmärkte gilt. Die Krankheit ist hochansteckend unter Geflügel und kann bei Ausbrüchen zu Handelsbeschränkungen führen. Senacsa forderte Erzeuger, Tierärzte und Anwohner auf, ungewöhnliche Todesfälle bei Geflügel, plötzliche Rückgänge der Eierproduktion oder andere verdächtige Anzeichen umgehend zu melden.

Parallel dazu diskutierte ein interinstitutionelles Treffen unter Leitung von Innenminister Enrique Riera Maßnahmen gegen den Schmuggel von Geflügel- und Schweineprodukten. Teilnehmer waren Víctor Maldonado, Generaldirektor der Generaldirektion für Tiergesundheit und Inspektion von Erzeugnissen tierischen Ursprungs (Digesit), die dem Senacsa untersteht, der juristische Berater Víctor Barreto sowie Vertreter des Innenministeriums, der Staatsanwaltschaft, der Nationalpolizei, des Paraguayischen Landwirteverbands und von Erzeugern.

Themen der Diskussion waren der informelle Handel mit Eiern, die illegale Einfuhr von Schweinefleisch und die Menge an illegal geschlachtetem Geflügel, das auf den Markt gelangt. Zudem wurde die Erarbeitung eines Handbuchs für den Umgang mit beschlagnahmten Tieren besprochen, einschließlich Richtlinien zur weiteren Verwendung und zur sanitären Kontrolle.

Als Ergebnis schlugen die Institutionen die Einrichtung eines ständigen technischen Gremiums vor, an dem Grenzschutzbehörden, Gesundheitsämter, Polizeikräfte und Vertreter der Erzeugerbranche beteiligt sein sollen. Ziel ist es, Verfahren zu vereinheitlichen und die Reaktion auf den illegalen Handel zu verbessern, der nicht nur formelle Erzeuger beeinträchtigt, sondern auch die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln erschwert und das Risiko der Einschleppung von Krankheiten erhöht.

Senacsa betonte, dass der Verzehr von Hähnchenfleisch und Eiern, die den sanitären Kontrollen entsprechen, weiterhin sicher sei. Die wichtigste Empfehlung für Geflügelbetriebe und Züchter lautet, Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und jeden Verdachtsfall schnell zu melden, da eine frühzeitige Erkennung die Ausbreitung des Virus und mögliche künftige Handelsbeschränkungen verringert.

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Quellen (2)

Aktualisiert: 10.09.2026, 01:00