Die Direktion für Meteorologie und Hydrologie rechnet ab Samstag mit einem abrupten Wetterumschwung in Paraguay, nach zwei Tagen mit extremer Hitze. Die Temperaturen könnten am Donnerstag und Freitag bis auf 39°C steigen, bevor eine Kaltfront für Höchstwerte nahe oder unter 30°C sorgt, verbunden mit Regen und Gewittern.
Der Leiter der Behörde, Eduardo Mingo, erklärte, dass sich die Wetteränderung ab Freitagabend in Asunción, im Bajo Chaco sowie in Teilen von Ñeembucú, Paraguarí und Misiones bemerkbar machen wird. Am Samstag soll die Kaltluft bis nach Itapúa vordringen, wo die Rallye Paraguay stattfindet.
Die ersten Niederschläge werden vor allem den Süden, insbesondere Itapúa, treffen und sich im Laufe des Wochenendes über das ganze Land ausbreiten. Für den Beginn der kommenden Woche werden Regenfälle in der gesamten Región Oriental erwartet, möglicherweise mit Gewittern.
Der Zeitraum fällt mit der traditionellen „Tormenta de Santa Rosa“ zusammen, die für Sonntag und Montag vorhergesagt wird. Das Phänomen kann starke Unwetter auslösen, wobei die genaue Intensität und Verbreitung noch von der Entwicklung der Kaltfront abhängen.
Zudem gilt eine Warnung vor Nord- und Nordostwinden zwischen Donnerstagnachmittag und dem restlichen Tag. Die Böen werden im Großteil des Landes zwischen 40 und 60 km/h erreichen, können im Zentrum, Norden und Westen der Región Occidental – besonders im Chaco – jedoch bis zu 80–90 km/h stark sein. Örtlich sind noch höhere Windgeschwindigkeiten möglich.
Die Warnung betrifft Asunción, Concepción, San Pedro, Cordillera, Guairá, Caaguazú, Caazapá, Itapúa, Misiones, Paraguarí, Alto Paraná, Central, Ñeembucú, Amambay, Canindeyú, Presidente Hayes, Alto Paraguay und Boquerón.
Mingo erklärte, dass der Winter seit Mitte Juli praktisch ausgeblieben sei, ohne extreme Kälteperioden. El Niño beeinflusst bereits die Temperaturen und dürfte sich im Frühling und Sommer weiter verstärken.
