Der Paraguay-Fluss zeigt in den wichtigsten Häfen des Landes weiterhin einen allgemeinen Rückgang, während der Paraná lokale Anstiege verzeichnet. Die jüngsten Daten der Direktion für Meteorologie und Hydrologie (DMH) zeigen, dass das Ausbleiben nennenswerter Niederschläge weiterhin das Verhalten des Paraguay-Einzugsgebiets beeinflusst.
In Asunción sank der Pegel auf 0,56 Meter, ein Rückgang von 3 Zentimetern innerhalb von 24 Stunden. In Concepción lag der Wasserstand bei 1,76 Metern, ebenfalls 3 Zentimeter niedriger als am Vortag. Alberdi verzeichnete 2,12 Meter nach einem Rückgang von 2 Zentimetern, während Villeta und Itá Enramada im gleichen Zeitraum um 4 Zentimeter fielen.
Humaitá und Pilar bildeten die Ausnahme am Paraguay-Fluss, mit einem Anstieg von jeweils 4 Zentimetern. Die Pegel erreichten 2,34 Meter bzw. 2,57 Meter, ohne jedoch den vorherrschenden Niedrigwasserstand im übrigen Flussverlauf zu verändern.
Am Paraná stieg der Pegel in Ciudad del Este um 121 Zentimeter auf 15,91 Meter. Auch in Salto del Guairá (plus 19 Zentimeter) und Encarnación (plus 13 Zentimeter) wurden Anstiege verzeichnet. Als Ursache gelten Abflüsse und Niederschläge im oberen Einzugsgebiet des Flusses.
Dieses Bild könnte sich in den kommenden Monaten ändern, sollten sich die klimatischen Prognosen für die Region bestätigen. Die Direktion für Meteorologie und Hydrologie sowie internationale Organisationen erwarten eine drastische Veränderung, die mit der Verstärkung des El-Niño-Phänomens einhergeht und zu häufigeren und stärkeren Niederschlägen führen dürfte.
Falls sich diese Vorhersagen bewahrheiten, könnten plötzliche Hochwasser in gefährdeten Gebieten wie den Überschwemmungsflächen von Asunción und anderen Uferzonen der östlichen Region zu Überschwemmungen führen. In diesem Fall wären die Behörden gezwungen, Notfallpläne aufrechtzuerhalten.
