Der Paraguay-Fluss verzeichnete in dieser Woche einen weiteren Rückgang seines Pegels und erreichte im Hafen von Asunción 1,36 Meter. Der seit mehreren Wochen anhaltende Abwärtstrend hält die Schifffahrts- und Hafenbranche in Alarmbereitschaft, da diese für die paraguayische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind.
Laut der Direktion für Meteorologie und Hydrologie (DMH) sank der Pegel in Asunción täglich um vier Zentimeter. Ähnliche Entwicklungen wurden an anderen Messstellen wie Villeta, Puerto Antequera und Concepción beobachtet, wo die Wasserstände zwar stabil, aber auf relativ niedrigem Niveau verharren.
Obwohl die aktuellen Werte über den historischen Tiefstständen der vergangenen Jahre liegen, betonen Experten, dass die Entwicklung des Flussgebiets direkt vom Niederschlagsregime in Brasilien und der Region des Pantanal abhängt, dem Hauptzuflussgebiet des Paraguay-Flusses.
Die Handelsschifffahrt ist einer der am stärksten betroffenen Bereiche. Das Land ist auf die Wasserstraße Paraguay-Paraná angewiesen, um den Großteil seiner Exporte und Importe abzuwickeln. Ein deutlich gesunkener Wasserstand kann die Ladekapazität der Schiffe einschränken und die Logistikkosten erhöhen.
Die Behörden überwachen die Situation kontinuierlich, um mögliche Szenarien für Verkehrsbeschränkungen auf dem Fluss frühzeitig zu erkennen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu prüfen, ob die erwarteten Niederschläge in Teilen des Einzugsgebiets die Pegel stabilisieren können oder ob sich der Abwärtstrend weiter verschärft und die Widerstandsfähigkeit des wichtigsten Logistikkorridors Paraguays erneut auf die Probe stellt.
