Paraguay hilft in Bolivien festsitzenden Landsleuten aufgrund von Protesten und Straßensperrungen

Die Regierung Paraguays leistet über ihre Botschaften in Bolivien und Peru konsulare Unterstützung für paraguayische Staatsbürger, die aufgrund der seit Wochen andauernden Proteste und Straßenblockaden in bolivianischem Gebiet festsitzen und Schwierigkeiten mit der Fortbewegung haben.

Die Regierung Paraguays beobachtet über das Außenministerium aufmerksam die Lage paraguayischer Staatsbürger, die aufgrund der sozialen Krise im Nachbarland Bolivien dort festsitzen. Die Botschaft der Republik Paraguay im Plurinationalen Staat Bolivien leistet diesen Landsleuten unmittelbare Unterstützung, die aufgrund der Proteste und Straßenblockaden in mehreren bolivianischen Verwaltungsregionen mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Seit mehreren Wochen sieht sich die Regierung von Präsident Rodrigo Paz mit einer Welle sozialer Mobilisierung konfrontiert, die schwerwiegende Beeinträchtigungen im Landverkehr verursacht hat und den Personenverkehr, die Versorgung mit Waren und den Verkehr zwischen den Städten beeinträchtigt. Die Lage hat die paraguayischen Behörden dazu veranlasst, konsularische Hilfsmechanismen zu aktivieren.

Die paraguayische Botschaft in Bolivien betreut und unterstützt die Bürger, die sich in den Orten Confital und Panduro aufhalten – strategisch wichtigen Punkten an der Hauptstraße Troncal de Bolivia, der wichtigsten Verbindungsstrecke, die den Osten (Santa Cruz) mit dem Westen (La Paz, Oruro) sowie den Zugang zu den Pazifikhäfen in Chile und Peru verbindet.

Die diplomatischen Behörden bestätigten zudem, dass sich weitere Paraguayer im Grenzgebiet zwischen Peru und Bolivien aufhalten, die ebenfalls Unterstützung durch die Botschaft Paraguays in Lima erhalten.

Angesichts der Proteste und Straßensperren, die bereits seit mehreren Wochen andauern, wiederholte die paraguayische Regierung die Empfehlung, dass Staatsangehörige Reisen nach Bolivien unterlassen sollten, solange die Konfliktlage andauert. „Die paraguayischen Behörden bekräftigen die Empfehlung an die eigenen Staatsbürger, Reisen nach Bolivien zu unterlassen, solange die Situation der Konfrontation und die seit mehreren Wochen andauernden Proteste andauern, angesichts der Schwierigkeiten im Landverkehr und der Fortbewegung innerhalb des Landes", heißt es in der Mitteilung des Außenministeriums.

Quellen (1)

Aktualisiert: 19.06.2026, 07:01