Paraguay hat erstmals den Vorsitz im Netzwerk der Nationalen Systeme für Öffentliche Investitionen (Red SNIP) von Lateinamerika und der Karibik für die Amtsperiode 2026-2028 übernommen. Die Ernennung erfolgte während des XIV. Seminars des Gremiums in Luque, an dem Vertreter der 17 Mitgliedsländer sowie kooperierender Nationen wie Deutschland, Korea und Japan teilnahmen.
Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) betonte, dass die Wahl eine entscheidende Anerkennung für das Engagement des Landes zur Stärkung öffentlicher Investitionen darstellt. Den Vorsitz wird der Generaldirektor für Öffentliche Investitionen des MEF, Jorge Villagra, übernehmen, während Guatemala und die Dominikanische Republik die Vizepräsidentschaften übernehmen.
Während der Veranstaltung stellte die Wirtschaftsmanagerin des Vizeministeriums für Wirtschaft und Planung des MEF, Nathalia Rodríguez, die Vision Paraguays für die Weiterentwicklung zu einem Nationalen System für Öffentliche Investitionen (SNIP) 2.0 vor. Sie betonte die Notwendigkeit, Planung mit Haushaltsperspektive zu integrieren, Investitionsportfolios zu managen, Initiativen zu priorisieren, die mit nationalen Zielen übereinstimmen, und Ergebnisse effizienter zu messen.
Jorge Villagra hob die Fortschritte Paraguays bei der Einbeziehung von Klimawandelkriterien in öffentliche Investitionsprojekte hervor, die durch einen regulatorischen Rahmen unterstützt werden, der die Berücksichtigung klimatischer Faktoren verbindlich macht. Instrumente wie die grüne Taxonomie, die Klimakennzeichnung des Allgemeinen Staatshaushalts und der Nationale Entwicklungsplan Paraguay 2050 sind Teil dieses Prozesses.
Das regionale Forum zielt darauf ab, Erfahrungen auszutauschen, Wissen zu generieren und bei der Planung, Formulierung, Bewertung, Durchführung und Überwachung öffentlicher Investitionen in der Region zusammenzuarbeiten, begleitet von internationalen Organisationen wie der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC/CEPAL) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).
