Außenminister Rubén Ramírez Lezcano hat in Brüssel dafür geworben, die Beziehungen zwischen Paraguay und der Europäischen Union zu einer strategischen Partnerschaft auszuweiten, die über den Handel hinausgeht. Die Erklärung erfolgte während einer Sitzung der Euro-Lateinamerikanischen Parlamentarischen Versammlung (EuroLat) im Europäischen Parlament.
Nach der vom Außenminister dargelegten Position erfordert die internationale Lage, „Allianzen auszubauen, Brücken zu bauen und mit verlässlichen Partnern zusammenzuarbeiten“. Er betonte, dass Europa einen zentralen Platz in der paraguayischen Außenpolitik einnehme und die EU ein verlässlicher Partner in Bereichen wie Sicherheit, Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität, Handel, Investitionen und Entwicklung sei.
Ramírez Lezcano hob zudem das Mercosur-EU-Abkommen hervor, das den Quellen zufolge im Januar dieses Jahres unterzeichnet wurde, und bezeichnete es als Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den beiden Blöcken. Seiner Ansicht nach sollte das Abkommen nicht nur als Handelsinstrument betrachtet werden, sondern als Chance, zwei durch historische Bindungen und gemeinsame Werte verbundene Regionen einander näherzubringen, Investitionen anzukurbeln und die Integration zu stärken.
„Es ist auch der richtige Zeitpunkt, um eine strategische Dimension voranzubringen“, erklärte der Außenminister. Mit dieser Position sprach sich der Minister dafür aus, das birregionale Abkommen als Grundlage zu nutzen, um den politischen Dialog und die Zusammenarbeit in Themen zu vertiefen, die die Länder des Mercosur und Europas direkt betreffen.
Der Minister betonte außerdem, dass sich Paraguay als verlässliches Land mit makroökonomischer Stabilität, sauberer und reichlich vorhandener Energie sowie wettbewerbsfähigen Investitionsbedingungen präsentieren wolle. Seiner Einschätzung nach wäre Europa ein natürlicher Partner, um diesen Prozess zu begleiten.
Während seines Besuchs traf Ramírez Lezcano mit Gabriel Mato, Mitglied des Europäischen Parlaments und Präsident der EuroLat, zusammen. Die beiden sprachen über die lateinamerikanische Agenda und weitere Themen von beiderseitigem Interesse.
Der Außenminister plädierte dafür, etwaige Meinungsverschiedenheiten durch einen offenen und konstruktiven Dialog im gegenseitigen Respekt vor den nationalen Gegebenheiten und den souveränen Entscheidungen der Staaten zu klären. Die EuroLat wurde als Plattform vorgestellt, um die Gesellschaften beider Regionen einander näherzubringen und in einem zunehmend komplexen internationalen Umfeld Konsens zu schaffen.
