Paraguayische Nationalpolizei verwahrt 120.000 nicht abgeholte Dokumente und warnt vor Bandenbetrug

Die Nationalpolizei Paraguays besitzt über 120.000 nicht abgeholte Personalausweise und Pässe und warnt vor Betrugsversuchen brasilianischer Krimineller aus Banden, die paraguayische Dokumente erlangen wollen.

Paraguayische Nationalpolizei verwahrt 120.000 nicht abgeholte Dokumente und warnt vor Bandenbetrug

Die Abteilung für Identifizierungen der Nationalpolizei Paraguays verwahrt derzeit über 120.000 fertige Personalausweise und Pässe, die von den Antragstellern trotz der Zahlung der entsprechenden Gebühren nie abgeholt wurden. Das Lager der Dienststelle in Villa Aurelia in Asunción bewahrt 13.060 Pässe und 111.071 nicht abgeholte Personalausweise auf.

Hauptkommissar Alcides Duarte, Leiter der Abteilung, bestätigte, dass viele Bürger die Antragsverfahren vor den Sommer- und Winterferien einleiten, die geforderten 240.000 Guaraníes für den Pass bezahlen, aber den notwendigen Sichtvermerksprozess im Innen- und Außenministerium, das sich im selben Gebäude befindet, nicht abschließen.

Die nicht abgeholten Dokumente werden nach Ausstellungsdatum und alphabetischer Reihenfolge gelagert und nach fünf Jahren vernichtet. Die Abteilung verfügt über 80 Zweigstellen in Paraguay und drei Büros in der Provinz Buenos Aires, Argentinien, darunter eine Ausgabestelle im paraguayischen Konsulat.

Duarte wies zudem auf einen deutlichen Anstieg von Anträgen auf paraguayische Staatsbürgerschaft hin, vor allem von Argentiniern mit paraguayischen Wurzeln, mit über 30 Fällen pro Woche. Er warnte jedoch vor ständigen Versuchen brasilianischer Straftäter, viele davon Mitglieder von Banden wie dem Primeiro Comando da Capital (PCC) und Comando Vermelho, paraguayische Dokumente mit echten Urkunden falschen Inhalts zu erlangen.

Zur Bekämpfung dieser Betrugsversuche werden verdächtige Fälle einer Fingerabdruckprüfung durch das Tripartite-Kommando in Ciudad del Este unterzogen, das die Datenbanken der brasilianischen Bundespolizei abfragt. Diese Maßnahme führte bereits zur Festnahme und Ausweisung mehrerer Krimineller, darunter kürzlich ein brasilianischer Auftragskiller mit mehreren Haftbefehlen wegen Mordes.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 23.08.2026, 01:00