Die paraguayische Regierung kommt bei der Begleichung ihrer Schulden in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar bei pharmazeutischen Lieferanten voran. Derzeit verhandeln 43 Unternehmen die Abtretung von Forderungen in Höhe von 400 Millionen US-Dollar mit Finanzinstituten, nachdem das Gesundheitsministerium entsprechende Schuldanerkennungsbeschlüsse erlassen hat.
Luis Ávila, Geschäftsführer der Kammer der chemisch-pharmazeutischen Industrie Paraguays (Cifarma), bestätigte, dass ein spezifischer Beschluss über 320 Millionen US-Dollar für Schulden vor 2025 erlassen wurde, von dem etwa 40 Unternehmen profitieren. Er betonte, dass dieser Betrag bereits zur Verfügung stehe, damit jeder Lieferant direkt mit seiner Bank verhandeln könne – im Rahmen eines Mechanismus, der als staatliche Schuld mit Sonderzinsen behandelt werde.
Ávila bezeichnete die Operation als erfolgreich und als Ergebnis von Verhandlungen, die im Juni mit Wirtschaftsminister Óscar Lovera begonnen hatten. Er erläuterte, dass im September und Oktober ein zusätzlicher Betrag nach demselben Schema eingebracht werde, sodass bis Ende des Jahres insgesamt 400 Millionen US-Dollar abgetreten würden.
Der verbleibende Betrag von etwa 450 Millionen US-Dollar soll durch eine Änderung des Haushaltsdefizits als Schuldverschreibungen in den Haushalt 2027 aufgenommen werden, mit einer geplanten Zahlung zwischen Februar und März des kommenden Jahres. Parallel dazu arbeitet Cifarma mit dem Instituto de Previsión Social (IPS) an der Abtretung von Forderungen in Höhe von 80 Millionen US-Dollar.
Das Wirtschaftsministerium hat bereits monatliche Zahlungen geleistet, darunter 100 Millionen US-Dollar im April, 80 Millionen US-Dollar im Mai und 40 Millionen US-Dollar im Juni, mit der Zusage, bis Ende 2026 monatlich 40 Millionen US-Dollar zu überweisen.
